Medwedew empfindet die Strafe der WADA als Hysterie - Bildquelle: AFPSIDDMITRY ASTAKHOVMedwedew empfindet die Strafe der WADA als Hysterie © AFPSIDDMITRY ASTAKHOV

Moskau (SID) - Premierminister Dimitri Medwedew hat die verhängte Vierjahressperre gegen Russland wegen manipulierter Doping-Daten als "Fortsetzung der bereits chronisch gewordenen antirussischen Hysterie" bezeichnet. Die Entscheidung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) müsse angefochten werden, sagte der 54-Jährige russischen Medien.

Gleichzeitig räumte Medwedew ein, dass es in Russland "erhebliche" Probleme mit Doping gebe: "Es ist unmöglich, dies zu leugnen."

Russland darf nach dem WADA-Beschluss als Nation unter anderem nicht an den beiden kommenden Olympischen Spielen in Tokio 2020 und Peking 2022 sowie der Fußball-WM in Katar 2022 teilnehmen. Die Sanktionen umfassen einen ganzen Strafenkatalog, russische Sportler dürfen aber an sportlichen Großereignissen unter bestimmten Voraussetzungen als "neutrale Athleten" teilnehmen. 

Russland hat 21 Tage Zeit, Einspruch gegen das WADA-Urteil einzulegen. Dann würde der Internationale Sportgerichtshof CAS eine Entscheidung fällen.

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