Niemann wehrt sich gegen Anschuldigungen - Bildquelle: AFP/SID/JOSEP LAGONiemann wehrt sich gegen Anschuldigungen © AFP/SID/JOSEP LAGO

München - In dieser Woche hat die renommierte Schachplattform "chess.com" davon berichtet, dass der 19-Jährige Hans Niemann "wahrscheinlich in mehr als 100 Online-Schachpartien" geschummelt haben soll.

Nun hat Niemann hat auf die heftigen Betrugs-Vorwürfe gegen ihn reagiert. Er werde "nicht nachgeben", sagte der 19-Jährige nach einem gewonnenen Spiel bei einer US-Schachmeisterschaft in St. Louis am Mittwoch.

Niemann reagiert gelassen

"Die Partie sprecht für sich und hat den Schachspieler gezeigt, der ich bin", so Niemann trotzig wie gelassen. Dennoch erhärtet sich in der Schachwelt der Verdacht gegen systematischen Betrug. Nicht erst aufgrund des Berichts von "chess.com". Egal, unter welchem Druck ich stehe, ich werde mein bestes Schach spielen", so Niemann weiter.

"Wir bezweifeln nicht, dass Hans ein talentierter Spieler ist, aber wir stellen fest, dass seine Ergebnisse statistisch gesehen außergewöhnlich sind", heißt es dem 20-seitigen Bericht mit Anhängen.

Auch vom norwegischen Weltmeister Magnus Carlsen wird Niemann Betrug vorgeworfen, erste konkrete Anschuldigungen hatte es Ende September gegeben. Zuvor war Carlsen im Rahmen eines hochkarätig besetzten Onlineturniers auf Niemann getroffen und hatte die Partie nach einem Zug kommentarlos beendet. Niemann hatte bereits zugegeben, im Alter von 16 und zwölf Jahren bei virtuellen Turnieren zweimal betrogen zu haben.

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