Seitz beflügelt die anderen deutschen Finalisten - Bildquelle: AFPSIDKARIM JAAFARSeitz beflügelt die anderen deutschen Finalisten © AFPSIDKARIM JAAFAR

Stuttgart (SID) - Der überraschende sechste Platz der deutschen Rekordmeisterin Elisabeth Seitz im Mehrkampf-Finale bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Stuttgart beflügelt auch ihre männlichen Teamkollegen. Der Hallenser Nick Klessing steht am Samstag im Endkampf an den Ringen, Lukas Dauser aus Unterhaching hat sich für die Medaillenentscheidung am Barren qualifiziert, die am Sonntag ausgetragen wird.

"Wenn jemand aus dem Team eine solche Leistung abliefert, gibt das schon noch einen kleinen Push. Aber ich werde trotzdem versuchen, im Wettkampf Spaß zu haben und die Atmosphäre zu genießen", sagte Klessing, der wie schon in der Qualifikation besonders mit seinem Abgang punkten will. Der 21-Jährige ist der einzige der 201 WM-Starter, der die Ringe mit einem Dreifach-Salto verlässt.

Wie Klessing wird auch Dauser in der mit 7500 Zuschauern ausverkauften Hanns-Martin-Schleyer-Halle von der Familie und zahlreichen Freunden unterstützt: "Trotzdem will ich mich am Gerät nicht aus der Ruhe bringen lassen. Immerhin sind acht Weltklasseturner im Finale und ich gehöre zu ihnen. Das gibt schon ein bisschen Sicherheit."

WM-Lokalmatadorin Seitz, die am Samstag im Stufenbarren-Finale ein letztes Mal bei diesen Welttitelkämpfen an die Geräte geht, hatte mit ihrem Auftritt die beste Platzierung einer deutschen WM-Mehrkämpferin seit 32 Jahren erturnt. 1987 in Rotterdam hatte die Berlinerin Dörthe Thümmler ebenfalls Rang sechs belegt.