Die Pandemie beeinflusst europaweit das Sportgeschehen - Bildquelle: AFPSIDTHOMAS KIENZLEDie Pandemie beeinflusst europaweit das Sportgeschehen © AFPSIDTHOMAS KIENZLE

Köln (SID) - Die zweite Corona-Welle in Deutschland und Europa erfasst zunehmend auch wieder den Sport. Eine Flut von Absagen, neuen Infektion und Einschränkungen prägte am Dienstag das Geschehen in mehreren Sportarten.

Nur zwei Stunden vor dem geplanten Anwurf verhinderte das Infektionsgeschehen das Auftaktspiel des zweimaligen deutschen Handball-Meisters Rhein-Neckar Löwen in der European League. Das Gesundheitsamt Mannheim verbot die Austragung des Duells mit RK Trimo Trebnje, weil der Test eines Spieler der Slowenen positiv ausgefallen war.

Abgesagt werden musste auch das für Donnerstag angesetzte EuroLeague-Spiel von Basketball-Meister Alba Berlin gegen Baskonia Vitoria, nachdem die Zahl der infizierten Berliner Spieler durch fünf weitere positive Testergebnisse auf sechs angestiegen war.

Auch mehrere DM-Wettbewerbe wurden am Dienstag gestrichen. Die Modernen Fünfkämpfer sagten ihre am Wochenende in Neuss vorgesehenen Titelkämpfe ebenso ab wie die Eisschnellläufer ihre in der kommenden Woche in Inzell angesetzten Wettbewerbe. Diese sollen nach Wunsch der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) nachgeholt werden.

Im Fußball muss bei Bundesligist FSV Mainz 05 die für nächsten Dienstag terminierte Mitgliederversammlung auf Anordnung der Behörden ausfallen. Der Mainzer Ligarivale TSG Hoffenheim kann sein Europa-League-Auftaktspiel am Donnerstag gegen Roter Stern Belgrad in Abstimmung mit den zuständigen Stellen nur ohne Zuschauer austragen.

Bei Champions-League-Starter RB Leipzig ergab ein weiterer Test beim schon seit der Vorwoche isolierten Mittelfeldspieler Amadou Haidara nach einem zuvor nicht eindeutigen Resultat nunmehr ein positives Ergebnis. Sogar gleich 13 Corona-Fälle meldete der niederländische Ehrendivisionär AZ Alkmaar zwei Tage vor dem Europa-League-Spiel beim SSC Neapel, der allerdings dennoch vorbehaltlich einer offiziellen Absage am Mittwoch mit einem 17-köpfigen Rumpfkader nach Italien reisen will.

Die Politik reagierte auch schon auf die Entwicklungen. In Griechenland kassierte die Regierung die erst zu Wochenbeginn erteilte Genehmigung für Probeläufe mit Fans in den Fußballstadien rund 24 Stunden vor dem ersten Ernstfall-Test beim Champions-League-Match zwischen Olympiakos Piräus und Olympique Marseille gleich wieder ein.

Der italienische Sportminister Vincenzo Spadafora schloss währenddessen wegen der wieder steigenden Fallzahlen einen vorzeitigen Abbruch der Serie A nicht mehr aus und forderte die Liga zur Arbeit "an einem Plan B oder C für die Meisterschaft" auf. Rekordmeister Juventus Turin setzte bereits den Betrieb seiner Nachwuchsteams aus.

Spadaforas Augenmerk dürfte allerdings derzeit auch besonders auf dem laufenden Giro d'Italia der Radprofis liegen. Zu Beginn der letzten Rundfahrt-Woche offenbarte die "Giro-Blase" durch weitere positive Tests bei einem Fahrer und einem Betreuer erneut Risse, nachdem bereits in der Vorwoche acht Corona-Fälle im Giro-Tross aufgetreten waren.

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