Platz vier für Preuss (Bild) und Rees - Bildquelle: AFPSIDCHRISTOF STACHEPlatz vier für Preuss (Bild) und Rees © AFPSIDCHRISTOF STACHE

Soldier Hollow (SID) - Die Biathleten Roman Rees (Schauinsland) und Franziska Preuß (Haag) haben bei der WM-Generalprobe mit der Single-Mixed-Staffel trotz einer Schlussoffensive das Podest verpasst. Beim Weltcup in Soldier Hollow/USA kam das Duo des Deutschen Skiverbandes (DSV) nach 4x3 + 1,5 km auf den vierten Platz.

Auf die siegreichen Italiener hatten Rees und Preuß nach insgesamt sechs Nachladern 1:06,9 Minuten Rückstand. Hinter Italien komplettierten die Duos aus Österreich (+22,9 Sekunden) und Frankreich (+50,2) das Podest.

"Wenn eine Lücke da ist, fällt es schwer, die wieder zu schließen. Es war dennoch ein guter Abschluss", sagte Preuß im ZDF.

Die Single-Mixed-Staffel ist die jüngste aller Biathlon-Disziplinen, sie wurde im Weltcup erstmals vor gut vier Jahren ausgetragen und gehört im März in Östersund zum ersten Mal auch zum WM-Programm. Die Laufrunde ist mit 1,5 km relativ kurz, eine Strafrunde mit 75 Metern auch nur halb so lang wie üblich.

Rees, der am Freitag im Sprint mit dem dritten Platz seine Podestpremiere gefeiert hatte, nahm die ersten zwei Runden des Rennens in Angriff. Nach der ersten schoss er liegend, nach der zweiten stehend - dabei blieb er ohne Fehler. Der 25-Jährige schickte Preuß als Dritte auf ihre erste Teilstrecke.

Die 24-Jährige, die zuletzt von leichten gesundheitlichen Problemen geplagt worden war und deshalb in den beiden Einzelrennen in Soldier Hollow schwächelte, startete tadellos. Beim zweiten Anschlag aber benötigte sie gleich drei Nachlader, was das DSV-Duo auf den zehnten Rang zurückwarf.

Die halbe Minute Rückstand, die Rees auf seine zweite Teilstrecke mitnahm, wuchs nicht zuletzt wegen eines weiteren Nachladers noch an. Preuß benötigte noch einmal zwei Nachlader, verbesserte sich aber trotzdem noch.

Am Sonntagabend findet im Bundesstaat Utah noch die Mixed-Staffel (22.05 Uhr/ZDF und Eurosport) statt. Den Skijägern bleiben dann gut zwei Wochen, um sich auf die Titelkämpfe in Schweden vorzubereiten.