Murat Gassiev (l.) will im WBSS-Halbfinale den nächsten Coup landen - Bildquelle: imagoMurat Gassiev (l.) will im WBSS-Halbfinale den nächsten Coup landen © imago

München - Nach der grandiosen Schlacht der Weltmeister zwischen Oleksandr Usyk und Mairis Briedis kommt es schon am 3. Februar im russischen Sochi (ab 20 Uhr live auf ranFIGHTING.de) zum nächsten Duell der Champions.

Im zweiten Cruisergewicht-Halbfinale der World Boxing Super Series treffen Murat "Iron" Gassiev und Yunier Dorticos aufeinander. Der Russe ist amtierender IBF-Weltmeister, der Kubaner hält den Gürtel des WBA-Verbandes.

Knockout-Power im Doppelpack

Und damit nicht genug der Gemeinsamkeiten. Beide Boxer sind noch ungeschlagen und in Bezug auf die Knockout-Quote wahre Giganten. Während Gassiev 18 seiner 25 Siege vorzeitig beenden konnte, musste Dorticos in seinen 22 Profikämpfen überhaupt nur ein einziges Mal über die volle Distanz gehen.

Gassiev leitet mit seinen erst 24 Jahren gerade so etwas wie eine Wachablösung im Cruisergewicht ein. Im Dezember 2016 entriss er seinem neun Jahre älteren Landsmann Denis Lebedev die IBF-Krone, im Viertelfinale der Muhammad Ali Trophy im letzten Oktober musste in dem Polen Krzysztof Wlodarczyk ein weiterer ehemaliger Titelträger dran glauben.

Beide Boxer gehen volles Risiko

Der junge Russe mag vielleicht kein brillanter Techniker sein, diese Defizite macht er aber mit beeindruckendem Kampfgeist und unglaublicher Schlagkraft wett. Ähnliches gilt für den 31-Jährigen Dorticos. "Er hat eine gute Schnelligkeit und schnelle Hände. Er ist ein großartiger Gegner, und ich bin auf zwölf harte Runden vorbereitet", sagte Gassiev. 

Im Gegensatz zu seinen Landsleuten, die als exzellente, aber das Risiko scheuende Boxer gelten, gibt der Kubaner immer alles, ohne Rücksicht auf Verluste. Das bekamen zuletzt Youri Kalenga und Dimitry Kurdryashov (im WBSS-Viertelfinale) zu spüren.

Dorticos: Vergleich mit Atombombe

Und diese Taktik verfolgt der "K.o.-Doktor" nun auch gegen Gassiev. Im Vorfeld des Fights sprach Dorticos vollmundig bereits von einem Krieg im Ring und einer Atombombe, die in Russland einschlagen würde. "Persönlich habe ich gar keine Probleme mit ihm, aber im Moment hat er eins. Er muss sich gegen die Raketen verteidigen, die auf seinem Kopf einschlagen, Er wird lernen, den "K.o.-Doktor" zu respektieren", sagte Dorticos: "Ich muss mir keine Sorgen machen. Das muss Gassiev."

Doch der imposante Puncher Gassiev wird mit Sicherheit dagegen halten in einem Fight, in dem es keinen wirklichen Favoriten gibt. Am Ende dieses spektakulären Vereinigungskampfes wird der Sieger nicht nur zwei Gürtel sein Eigen nennen, er darf sich im Finale der Muhammad Ali Trophy mit dem derzeit weltbesten Boxer im Cruisergewicht, Oleksandr Usyk, messen.

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