Briten-Duell in London: Chris Eubank Jr. (li.) und James DeGale.Briten-Duell in London: Chris Eubank Jr. (li.) und James DeGale. ©

München – Am Anfang stand eine Sparring-Session. 2012 war das, und seitdem James DeGale und Chris Eubank Jr. zwei völlig unterschiedliche Ansichten zu der Session haben, verbindet beide eine tiefe Abneigung. 

Die können sie nach sieben Jahren nun endlich im Ring austragen. Am 23. Februar stehen sich die beiden Briten in London gegenüber.

Dabei geht es zwar auch um den vakanten IBO-Titel im Super-Mittelgewicht. Vor allem aber auch um die Ehre. Und die Karriere. Als "The Retirement Fight", als "Rücktrittskampf", bezeichnet DeGale das Duell.

"Game over"?

Heißt: Für den Verlierer ist das Spiel um Titel und Millionen vorbei. "Game over", sagt DeGale. Er glaubt zu wissen: "Er hat Herz und dicke Eier, aber das wird nicht reichen, um mich zu schlagen."

Fakt ist: Vor allem für DeGale dürfte es tatsächlich die letzte Chance sein. Der Olympiasieger von 2008 im Mittelgewicht konnte 2018 zwar seinen gegen Caleb Truax verlorenen IBF-Titel im Super-Mittelgewicht zurückholen, "aber ich verstehe, warum die Leute denken, dass ich auf dem absteigenden Ast bin. Dass sie sagen, meine Schnelligkeit, keine Reflexe und meine Bewegungen sind weg. Das letzte Jahr war scheiße", räumt er ein. 

 

Der 32-Jährige (25-2-1, 15 KO) legte den IBF-Gürtel nieder, um zum Ende seiner Karriere noch einmal die großen Kämpfe und Zahltage zu bestreiten. Kritiker sagen: Um einem Kampf gegen den starken Venezolaner Jose Uzcateguiaus dem Weg zu gehen. DeGale tönt in Richtung Eubank: "Ich bin zu gut für ihn, ich werde ihn zum Schweigen bringen."

Eubank (27-2, 21 KO) selbst hatte bei im vergangenen Jahr bei der World Boxing Super Series (WBSS) für Ausrufezeichen gesorgt. 

Eine ordentliche Tracht Prügel

Erst boxte er sich mit einer starken Leistung gegen Arthur Abraham ins Turnier und dann mit einem Knockout gegen Avni Yildirim und den Kampf gegen George Groves endgültig in die Weltspitze. Gegen Groves zog er im Halbfinale aber nach Punkten den Kürzeren.

Auch für ihn ist der Kampf gegen DeGale richtungsweisend. Eine Niederlage, und der 29-Jährige wird sich weit hinten anstellen müssen. Auf den Sieger hingegen warten neue Optionen und Chancen.

"DeGale bekommt die Lehrstunde seiner Karriere. Eine klassische, gute, alte Tracht Prügel", sagte er. 

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