Schon jetzt verbal furios: Tyson Fury (re.). - Bildquelle: imago/ZUMA PressSchon jetzt verbal furios: Tyson Fury (re.). © imago/ZUMA Press

München – Tyson Fury ist bereits in Topform. Das war er aber auch schon immer. Selbst, als er körperlich völlig außer Form geriet. Als die Dämonen ihn jagten, als er Depressionen hatte und Drogen-Probleme. 

Auf eines war immer Verlass: Seine große Klappe ist und bleibt titelreif. 

Würden WM-Titel für Großmäuler vergeben – Fury wäre unbestritten Weltspitze. Dort will Fury (27-0, 19 KOs) auch sportlich wieder hin, nach zwei Comeback-Siegen gegen Sefer Seferi und Francesco Pianeta ist am 1. Dezember in Los Angeles WBC-Weltmeister Deontay Wilder (40-0, 39 KOs) der Gegner. Für Fury ist es der erste WM-Kampf, seit er 2015 Wladimir Klitschko drei Gürtel auf einmal abknöpfen konnte.

 

Beide gaben es sich auf mehreren Pressekonferenzen bereits im Vorfeld Saures, nun auch beim "Face Off" von BT Sports, wo sich Fury und Wilder an einem Tisch gegenüber saßen. 

Klar ist: Liefert Tyson Fury am 1. Dezember im WM-Kampf gegen Deontay Wilder eine Performance ab wie im Vorfeld, hat der WBC-Champion keine Chance. Den verbalen Sieg holte sich ganz klar Fury.

Eines der größten Comebacks

"Dass ich dich ausgesucht habe, dass ich diesen Kampf will, ist ein Statement an die Welt. Wenn ich diesen Gürtel gewinnen kann, wird das zu den größten Comebacks zählen. Genauso wie bei George Foreman, Muhammad Aliund all die anderen Großen. Und alle die Kontroversen und der ganze Mist, den ich durchgemacht habe, machen es besonders süß. Tief in meiner Seele weiß ich: Es steht für mich in den Sternen geschrieben, dass ich zurückkomme und dich stilecht auslösche. Alle werden sagen: 'Wie hat er das geschafft?' Und ich werde antworten: 'Ich habe es euch gesagt.' Ich bin zurück."

Es war die Fury-Show, Wilder hielt sich mehr zurück als sein Kontrahent, bekundete sogar Respekt für die Comeback-Bemühungen. Fury betonte, wie zuversichtlich er sei, Wilder zu schlagen. Dass Wilder keine Chance habe.  

"Es gibt nur einen Bronze Bomber"

Der konterte: "Es ist nicht deine Zeit. Es ist meine Zeit. Das wird es immer sein, bis ich zurücktrete. Am Kampfabend schaust du nicht in die Augen von Deontay Wilder, sondern in die Augen des 'Bronze Bombers'". Und stimmte immer wieder an: "Es gibt nur einen Bronze Bomber."

Für Fury eine Steilvorlage. Nein, sogar ein psychologischer Vorteil. Der Spitzename sei der "eines Drittplatzierten. Jeder, der ein Alter Ego hat und nicht er selbst ist, kann nicht gewinnen – du kannst mich nicht schlagen. Du und dein Alter Ego seid ein Haufen Penner. Wer bist du? Du bist ein Penner aus Alabama, der K.o. gehen wird."

 

Fury ließ zum Ende, als es beide nicht mehr auf ihren Stühlen hielt und sie sich gegenüber standen, eine regelrechte Schimpftirade ab: "Du bist ein dürrer, kleiner Mann. Ein Basketball-Spieler. Du wurdest mit 21 Boxer, ich mache das schon mein ganzes Leben. Männer wie dich schlage ich sieben Tage die Woche."

Wilders Einwand, er sei der König, konterte Fury: "Ein König sitzt vor dir, mein Name ist 'Gypsy King', und du bist ein Penner. Schau dich an, wie du rumläufst, schau, wie ich angezogen bin. Wie ein König. Und du? Wie ein Penner."

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