Der Kampf zwischen Joshua (li.) und Miller steht auf der Kippe - Bildquelle: imago sportfotoDer Kampf zwischen Joshua (li.) und Miller steht auf der Kippe © imago sportfoto

+++ UPDATE: Kampf zwischen Joshua und Miller offiziell abgesagt +++

Der WM-Fight zwischen Joshua und Miller wurde aufgrund des positiven Dopingtests nun offiziell abgesagt. Alle Infos dazu findet ihr hier.

München – Es hätte der große Zahltag für Jarrell Miller werden sollen. Der Amerikaner, der in seinen letzten Kämpfen nur eine halbe Million Dollar verdient hatte, sollte am 1. Juni gegen Anthony Joshua nicht nur um dessen drei WM-Titel kämpfen, sondern auch mindestens das zehnfache davon verdienen.

Nun ist fraglich, ob es dazu kommt. Wie bekannt wurde, hat Miller am 20. März eine positive Dopingprobe abgegeben, der Schwergewichts-Showdown steht nun wieder auf der Kippe.

Miller wird mit Endurobol erwischt

Der Amerikaner soll dabei das Mittel GW1516 eingenommen haben, auf dem Schwarzmarkt kennt man es unter dem Namen Endurobol. Dieses leistungssteigernde Mittel steht erst seit 2009 auf der Liste der verbotenen Stoffe, da die Wirkung und damit zusammenhängende Missbrauchsmöglichkeiten erst 2007 bekannt wurden.

GW1516 aktiviert einen Rezeptor für Zellteilung und –wachstum. So sollen insbesondere Muskelfasern für die Ausdauermuskulatur gebildet und Fettzellen verringert werden. Problematisch sind bei diesem Mittel jedoch auch die Nebenwirkungen, da die Verwendung von GW1516 ein erhöhtes Krebsrisiko mit sich bringt.

Pikant an der Angelegenheit ist, dass es zuletzt Miller war, der Anthony Joshua des Dopings bezichtigte, nun wird er selbst zum zweiten Mal überführt. 2014 wurde Miller bereits einmal Doping nach einem Kickbox-Kampf nachgewiesen, der Amerikaner wurde damals für neun Monate gesperrt.

Joshua trainiert weiter

Wie es nun mit dem Duell der beiden weitergeht, ist die große Frage. Joshuas Manager Hearn kündigte an, dass sich der Engländer weiterhin auf sein US-Debüt am 1. Juni im Madison Square Garden vorbereiten wird.

Auch Millers Lager gab an, dass der Amerikaner weiter auf den Kampf gegen Joshua trainieren wird. Das ist nachvollziehbar, da bisher keine Sperre gegen den Amerikaner ausgesprochen wurde und er auch seine Lizenz noch nicht verloren hat.

Für den Engländer Joshua geht es am 1. Juni sowieso nur darum, auf dem amerikanischen Markt ein überzeugendes Debüt abzuliefern und so die Weichen auf künftige Kracher-Kämpfe gegen Deontay Wilder oder Tyson Fury zu stellen. Der Olympiasieger und Weltmeister wird gegen Miller als großer Favorit geführt.

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