Holly Holm (re.) setzte Ronda Rousey bei UFC 193 schwer zu - Bildquelle: Getty ImagesHolly Holm (re.) setzte Ronda Rousey bei UFC 193 schwer zu © Getty Images

München - Ihre Vorhersagen sind genauso präzise wie ihre Schlägen und Tritte. "Jeder kann ausgeknockt werden", sagte Holly Holm im November kurz vor dem WM-Kampf gegen Ronda Rousey, den größten Star der UFC.

Vor UFC 193 war Rousey in zwölf Kämpfen ungeschlagen - für ihre letzten vier Siege hatte die Weltmeisterin im Bantamgewicht nur rund zwei Minuten benötigt. Dann traf sie auf Holm. Die Boxerin knockte Rousey, eine Judo-Olympionikin, mit einem Kopftritt aus und schockte damit die Kampfsport-Welt.

"Der Sieg war deshalb so bedeutend, weil Ronda zu dem Zeitpunkt die dominanteste MMA-Kämpferin in der Geschichte des Sports war", blickt Holm zurück. "Sie hat so vieles erreicht, im Octagon und außerhalb, und uns Kämpferinnen den Weg geebnet. Sie ist wahrlich eine Legende."

Holm lernt aus Niederlage gegen Tate

Im November 2015 stand Holm ganz oben, doch nur vier Monate später war sie wieder ganz unten angelangt. Bei UFC 196 verlor sie erst das Bewusstsein und dann ihren WM-Titel. Miesha Tate, Rouseys Erzrivalin, ließ Holm in einem Würgegriff einschlafen.

Die erste Niederlage ihrer MMA-Karriere war bitter, aber die ehrgeizige US-Amerikanerin ließ sich nicht aus der Bahn werfen. Im Hauptkampf der UFC Fight Night in Chicago greift sie gegen die Kickbox-Weltmeisterin Valentina Shevchenko nach einer weiteren Titelchance - in der Nacht vom 23. auf den 24. Juli ab 2 Uhr live und exklusiv auf ranFIGHTING.de .

"Man lebt und man lernt", meint Holm. "Ich habe gegen Miesha verloren, aber ich habe daraus gelernt. Ich weiß, welche Fehler ich gemacht habe. Im Training habe ich hart gearbeitet, um sicherzustellen, dass ich mich verbessere und diese Fehler nicht noch einmal mache."

Holm ist offen für Rückkampf gegen Rousey

Kein Pressetermin, kein Interview vergeht, ohne dass Holm nicht mindestens eine Frage zum Thema Ronda Rousey beantworten muss. Wie war es, die Königin der UFC zu entthronen? Würde sie einem Rückkampf zustimmen? Und wann kommt Rousey endlich zurück?

"Mir macht es nichts aus, wenn die Menschen mich danach fragen", sagt Holm. "Sie fragen, weil mein Sieg offensichtlich Wellen geschlagen hat. Ich weiß nicht, wann Ronda zurückkehrt, ich weiß nicht einmal, ob sie überhaupt zurückkehrt. Derzeit denke ich nicht über einen Rückkampf nach, denn ich will einen Titelkampf. Aber wenn sich Ronda zu einem Comeback entschließt, kämpfe ich gerne noch einmal gegen sie."

Holm strebt nach zweitem WM-Titel

Der Überraschungssieg gegen Rousey machte Holm reich und berühmt. Vor dem WM-Kampf gegen Tate waren daher alle Augen auf sie gerichtet - und auch vor der UFC Fight Night in Chicago steht sie im Mittelpunkt des Interesses. Alles dreht sich um die Frage: Wie wird Holm nach dem Titelverlust und der ersten Niederlage ihrer MMA-Karriere auftreten?

"Ich will kein One Hit Wonder sein, sondern die beste Kämpferin der Welt", sagt Holm. "Ich kämpfe weder für Ruhm noch für Geld. Ich habe mit dem Sport begonnen, weil ich Weltmeisterin sein wollte und dieses Ziel verfolge ich nach wie vor!"

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