Elon Musk. - Bildquelle: imago images/ZUMA WireElon Musk. © imago images/ZUMA Wire

München - Elon Musk hat es geschafft, die Automobilbranche aufzumischen. Der Star-Unternehmer ist immer für eine Schlagzeile gut, seine Firma Tesla lehrt gleichzeitig den etablierten Autobauern das Fürchten.

Die Vor- und Nachteile der Elektromobilität.

Das sind die Elektroautos in Deutschland.

ran.de liefert die neuesten Nachrichten zu dem 49-Jährigen.

26. Dezember 2020: Wenn ein Tesla furzen kann

Ungewöhnliches Weihnachtsgeschenk von Elon Musk: Tesla hat ein Software-Update vorgenommen, durch das man den Ton der Hupe verändern kann. 

Der sogenannte Boombox-Modus ermöglicht nun Geräusche wie Applaus, Ziegenblöken, Fürze oder die Melodie von "La Cucaracha". Eigene Kreationen sind damit ebenfalls möglich.

25. Dezember 2020: Der Fast-Verkauf an Apple

Im Nachhinein dürfte sich Elon Musk bei Tim Cook bedanken, denn der lehnte einen Kauf von Tesla ab. Ja, tatsächlich, vor ein paar Jahren hatte Musk erwogen, sein „Baby“ an Apple zu verkaufen.

Musk bestätigte auf Twitter, er habe sich "in den dunkelsten Tagen der Produktion des Modell 3" an Cook gewandt, um einen möglichen Verkauf der Elektroautomarke zu besprechen. Aber: "Er lehnte ein Treffen ab." Wie Musk weiter verriet, hätte der damalige Kaufpreis bei einem Zehntel des gegenwärtigen Wertes des Unternehmens gelegen.

16. Dezember 2020: Musk ist der erste Cheerleader

Die Formel E ist bei Autobauern aktuell sehr beliebt. Elektroauto-Pionier Tesla verzichtet hingegen auf ein Motorsportprogramm. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff verrät im neuesten Interview der #ThinkingForward-Serie seine Theorie, warum das so ist.

Für die Hersteller gehe es im Motorsport darum, "ihre Marken auf eine bestimmte Weise emotional zu beladen", so Wolff. Sich ein Auto zu kaufen, das sei "eine emotionale Sache" für den Kunden. 

Wolff weiter: "Elon Musk ist der Marketingchef und erste Cheerleader seines Unternehmens. Er steht für das Ausloten von Grenzen, für Innovation, für Unternehmertum. Er ist ein Rockstar, könnte man sagen. Und sie waren ein Pionier auf dem Gebiet der Elektromobilität. Sie brauchen keine Marketingplattfirmen [wie die Formel E], weil Tesla und ihr Eigentümer und CEO selbst das beste Marketing sind." 

8. Dezember 2020: Hört den Kritikern zu

Elon Musk hat auf dem CEO-Summit des Wall Street Journals ein paar Ratschläge verteilt. "Tretet einen Schritt zurück und fragt euch: ,Ist unser Produkt so fantastisch, wie es sein könnte?‘ Doch genau daran scheitern viele CEOs, weil Sie sich zu sehr auf das Endergebnis, statt auf den Weg dorthin fokussieren", so Musk.

"Ich würde jedem empfehlen, weniger Zeit für Besprechungen, PowerPoint-Präsentationen oder Tabellenkalkulationen und dafür mehr Zeit in der Fabrik oder mehr Zeit für Kunden zu investieren", sagte Musk.atschl

Das ultimative Ziel sei es, ein "absoluter Perfektionist in Bezug auf das hergestellte Produkt oder den angebotenen Service zu sein [und] negatives Feedback aus allen Ecken anzunehmen, von Kunden und auch von Menschen, die keine Kunden sind", sagte Musk.

24. November 2020: Zweitreichster Mensch der Welt

Teslas Höhenflug hält weiter an, was auch Elon Musks Geldbörse zugute kommt. Denn der Erfolg des US-Elektroautobauers lässt das Vermögen von Musk kräftig steigen. Dem Milliardärsranking "Bloomberg Billionaires Index" zufolge ist Musk nun der zweitreichste Mensch der Welt, er überholte Microsoft-Gründer Bill Gates.

Musks Vermögen kletterte auf 127,9 Milliarden Dollar (rund 108 Milliarden Euro). Gates brachte es zuletzt auf 127,7 Milliarden Dollar. 

Ganz vorne ist weiterhin unangefochten Amazon-Chef Jeff Bezos mit einem Vermögen von 182 Milliarden Dollar. 

13. November 2020: Kuriose Mitarbeiter-Strategie für Elon Musk

Elon Musk ist ein vielbeschäftigter Mann, ist dabei nicht nur Chef des Autobauers Tesla, sondern auch von SpaceX. Da kann es natürlich vorkommen, dass sich seine Stimmung nach Vorkommnissen in einer der beiden Firmen auf seine Laune niederschlägt. Und es die Mitarbeiter des anderen Unternehmens dann bisweilen ausbaden müssen.

Ein Tesla-Manager verriet bei "Vanity Fair" jetzt, wie das konkret aussieht. "An SpaceX-Starttagen haben alle Mitarbeiter von Tesla darauf geachtet, ob der Start erfolgreich ist. Nicht, weil wir uns besonders für die Raketen interessieren, sondern weil die Tests die Stimmung von Elon für die nächsten Tage direkt beeinflusst", sagte er. "Wenn bei einem Start ein Fehler aufgetreten wäre, wäre am nächsten Tag die Hölle los. Sie wollten danach nicht einmal mehr mit Elon telefonieren."

Umso besser ist die Arbeitsatmosphäre allerdings, wenn ein Start der Raketen funktioniert. Dann kann man mit Musk Budgetfragen am besten klären, und das nutzen die Mitarbeiter dann auch ausgiebig aus.

Problematisch ist Musk hin und wieder auch in den sozialen Medien, seine Tweets und die damit verbundene Unberechenbarkeit sind auch bei den Angestellten gefürchtet. "Wir alle wachen auf und schauen es uns jeden Tag an und denken: Oh Gott, was nun?", sagte ein ehemaliger Angestellter. 

11. November 2020: Musk will schnelles Internet nach Deutschland bringen

Elon Musk hat Gefallen an dem Standort Deutschland gefunden. Die Giga-Fabrik in der Nähe von Berlin befindet sich noch im Aufbau, da schaut sich der Milliardär schon nach neuen Projekten um.

In Frankfurt soll nun der Deutschland-Standort seines Satelliten-Internet-Dienstes "Starlink" aufgebaut werden. Der Plan: Der Ableger des US-Unternehmens "SpaceX" soll die Erde über Satelliten mit schnellem Internet versorgen, vor allem abgelegene Regionen. In den USA war das Unternehmen erst vor wenigen Wochen testweise an den Start gegangen.  

"Starlink" ist bei der Bundesnetzagentur registriert und im Handelsregister angemeldet, berichtet die "Wirtschaftswoche". Genehmigungen stehen aktuell noch aus. Der Startschuss soll aber noch in diesem Jahr erfolgen. Der Bau von zwei Bodenstationen, an denen mit den Satelliten kommuniziert wird, hat bereits begonnen, heißt es.

5. November 2020: Musk führt Bewerbungsgespräche in Deutschland

Elon Musk ist immer wieder für Überraschungen gut. Jetzt ist ihm im Zusammenhang mit der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin mal wieder eine gelungen: Der Unternehmer landete am Donnerstag (5. November) auf dem neu eröffneten Flughafen BER und wird am Freitag persönlich Bewerbungsgespräche mit Interessenten für Ingenieursstellen führen.

Die E-Mail-Adresse für die Zusendung der Unterlagen teilte er auch gleich mit.

Zuvor hatte sich der Chef der Agentur für Arbeit in Frankfurt an der Oder, Jochem Freyer, im Interview mit der Berliner Zeitung zuversichtlich gezeigt, dass Tesla die 7000 Mitarbeiter, die für den Beginn der Autoproduktion notwendig seien, rechtzeitig einstellen könne.

Freyer verriet bei der Gelegenheit auch den Einstiegslohn bei Tesla: 2700 Euro. Quereinsteiger werden auch genommen. 

Zur Einordnung: Der größte Arbeitgeber in der Brandenburger Region ist das Stahlwerk von Arcelormittal in Eisenhüttenstadt mit 2500 Beschäftigten. "Tesla wird das Vier- bis Fünffache erreichen. Das ist schon gewaltig", sagte Freyer, der aber nicht verriet, wie viele Stellen schon besetzt wurden. Vor allem Führungskräfte und Spezialisten seien bislang engagiert worden, sagte er.

29. Oktober 2020: Tesla-Erfolg lässt Musks Kasse klingeln

Elon Musk dürfte froh sein, dass sein Gehaltsvertrag anders gestaltet ist als andere. Kurz gesagt: Sein Gehalt ist komplett an den Erfolg seines Unternehmens Tesla gekoppelt. Läuft der Verkauf der Elektroautos und steigt die Aktie, kann sich Musk über hohe Auszahlungen freuen.

Insgesamt sind im 2018 beschlossenen Paket zwölf Tranchen festgelegt worden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Und da Tesla schon jetzt auf ein erfolgreiches Jahr blickt, rollt der Rubel. Fällig wurde laut der FAZ nun bereits die vierte Tranche in diesem Jahr, die 8,4 Millionen Aktienoptionen enthält und bei der Ausschüttung fast zwölf Milliarden Dollar wert war.

Der "Bloomberg Billionaires Index" führt Musk mit einem Vermögen von 102 Milliarden Dollar als viertreichsten Menschen der Welt, hinter Jeff Bezos (Amazon), Bill Gates (Microsoft) und Mark Zuckerberg (Facebook).

8. Oktober 2020: Musk hat Hausaufgabe für Brandenburgs Politiker

Elon Musk hat sich vor einigen Wochen im Rahmen seiner Deutschland-Tour unter anderem auch mit dem brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und Wirtschaftsminister Jörg Steinbach getroffen. 

Dabei musste Musk etwas loswerden, denn was für Deutsche schon längst zur Gewohnheit geworden ist, war für Musk eine echte Überraschung: Die zahlreichen Regeln und Vorschriften, die es in diesem Land zu beachten gilt. Wegen seiner Tesla-Gigafactory erlebt Musk die deutsche Bürokratie hautnah mit.

"Er hat uns eine Hausaufgabe gestellt", sagte Steinbach dem Handelsblatt. "Die deutschen Behörden sollten mal alle Regeln und Richtlinien durchforsten und prüfen, ob man nicht auch mit der Hälfte auskommen könnte und darauf achten, damit auch nachhaltige Projekte schneller umgesetzt werden können."

27. September 2020: Tesla sucht "Recruiter, High Volume"

Der Jobtitel sagt schon alles: Für die Gigafactory  im brandenburgischen Grünheide benötigt Tesla bis zu 12.000 Mitarbeiter. Da jemand diese Stellen auch besetzen muss, wird nun ein "Recruiter, High Volume" gesucht. 

Sie oder er wird alle Hände voll zu tun haben, denn aktuell arbeiten nur rund 100 Mitarbeiter auf der Baustelle. "Von Produktionspartnern über Handhabungstechniker bis hin zu Schichtleitern - Sie wissen, wie man eine große Menge Menschen in einer kleinen Zeitspanne einstellt", heißt es in der Anzeige. Die Berliner Gigafactory sei die "perfekte Basis", um "die unglaubliche Erfolgsgeschichte von Tesla jetzt auch in Europa voranzutreiben", heißt es weiter.

23. September 2020: Tesla künftig als Schnäppchen?

Einen Tesla könnte es in Zukunft zu einem erschwinglicheren Preis als bislang geben. Das kündigte Musk im Rahmen des "Battery Day" ab. "Wir sind zuversichtlich, dass wir ein sehr, sehr überzeugendes Elektroauto für 25.000 Dollar bauen können", sagte der Star-Unternehmer. Umgerechnet wären das ungefähr 21.000 Euro und damit 8.500 Euro weniger als das derzeit günstigste Modell.

Um das zu erreichen, müssen die Kosten bei der Batterie-Herstellung gesenkt werden, betonte er: "Wir haben kein erschwingliches Auto. Das werden wir in der Zukunft haben. Aber dazu müssen wir die Kosten für die Batterien nach unten bringen", sagte Musk: "Es ist absolut entscheidend, dass wir Autos machen, welche die Menschen sich leisten können."

22. September 2020: Musk schießt Cruise ins All

Bereits im Mai wurde darüber berichtet, ein veröffentlichter Zeitplan des SpaceX-Projekts von Elon Musk bestätigt es jetzt: Im Oktober 2021 wird Hollywood-Superstar Tom Cruise zur Internationalen Raumstation ISS reisen, um dort Szenen für einen noch nicht näher benannten Film zu drehen.

Cruise fliegt im Shuttle SpaceX Crew Dragon mit Regisseur und Kameramann Doug Liman ("Edge of Tomorrow", "Die Bourne Identität") zur ISS. Ebenfalls an Bord: Pilot Michael Lopez-Alegria und eine weitere Person, die noch nicht feststeht. 

21. September 2020: Rekord in Sicht - Musk treibt Mitarbeiter an

Es ist kein Geheimnis, dass Elon Musk ehrgeizig ist. Kurz vor dem Quartalsende hat er in einer E-Mail seine Mitarbeiter noch einmal eingeschworen, denn Tesla steht vor einem Rekord-Ergebnis, wie der Unternehmer ankündigte. Die bisherige Bestmarke wurde im letzten Quartal 2019 mit 112.000 ausgelieferten Autos erreicht.

Tesla müsse es in den verbleibenden zehn Tagen bis Quartalsende schaffen, jeden Tag so viele Elektroautos auszuliefern wie noch nie zuvor, schrieb Musk: Die Lieferungen hätten jetzt oberste Priorität. In den ersten beiden Quartalen 2020 erreichte das Unternehmen – auch bedingt durch die Coronakrise - 88.400 und 90.650 ausgelieferte Fahrzeuge.

Das von Musk kommunizierte Jahresziel hat übrigens auch trotz Corona weiter Bestand: Er hatte für 2020 insgesamt 500.000 Lieferungen prognostiziert.

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