Der Eiskunstlauf steht vor einer Reform - Bildquelle: FIROFIROSIDDer Eiskunstlauf steht vor einer Reform © FIROFIROSID

Hamburg - Kein Kurzprogramm mehr, dafür zwei verschiedene Küren: Der Eiskunstlauf steht mittelfristig vor einer tiefgreifenden Wettkampfreform. Beim Jahreskongress des Eislauf-Weltverbandes ISU im Juni in Thailand wird den Delegierten ein entsprechender Antrag vorliegen. Die Änderungen würden mit Beginn der nach-olympischen Saison 2022/2023 in Kraft treten.

Die künstlerische Qualität in den Mittelpunkt stellen

"Wir möchten damit die Athleten dazu bewegen, nicht nur an den technischen Höchstschwierigkeiten, sondern auch noch mehr an der künstlerischen Qualität zu arbeiten", sagte Fabio Bianchetti, Mitglied der Technischen Kommission der ISU, in einem TV-Interview mit dem US-Sender NBC.

Das Kurzprogramm wird seit 1973 zusätzlich zur Kür und wurde bis 1990 auch zusätzlich zur Pflicht vor deren Abschaffung absolviert. Nach dem neuen Modell sollen die Läufer zwei Kürprogramme von je 3:30 Minuten Länge absolvieren. Bei einem Vortrag fließen die technischen Elemente zu 60 Prozent in die Bewertung ein, beim anderen Programm sind es - ebenfalls zu 60 Prozent - die künstlerischen Eindrücke.

Weltpremiere möglicherweise in Deutschland

Die Weltpremiere bei einem internationalen Championat könnte sogar in Deutschland stattfinden. Beim ISU-Kongress in Thailand bewirbt sich die Deutsche Eislauf-Union (DEU) mit der Essener Grugahalle für die Europameisterschaften im Januar 2023.

Der Eiskunstlauf ist die älteste olympische Wintersportart und steht bereits seit 1908 auf dem Programm - 16 Jahre vor der Austragung der ersten Olympischen Winterspiele.

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