Didier Gailhaguet tritt nach Missbrauchsskandal zurück - Bildquelle: AFPSIDPHILIPPE LOPEZDidier Gailhaguet tritt nach Missbrauchsskandal zurück © AFPSIDPHILIPPE LOPEZ

Paris - Der französische Eiskunstlaufpräsident Didier Gailhaguet ist im Zuge des Missbrauchsskandals im nationalen Verband FFSG von seinem Amt zurückgetreten.

"Aus Gründen der Beschwichtigung habe ich mit Moral und Würde, aber ohne Bitterkeit diese Entscheidung getroffen", erklärte der 66-Jährige am Samstag nach einer Sitzung der Verbandsspitze in Paris. Gailhaguet stand mit einer zwischenzeitlichen Unterbrechung (2004 bis 2007) seit 1998 an der Spitze des Verbandes.

Die ehemalige französische Paarläuferin Sarah Abitbol hatte in der vergangenen Woche den Skandal mit ihrer Beschuldigung, als Jugendliche von ihrem Ex-Trainer Gilles Beyer sexuell missbraucht worden zu sein, ausgelöst.

Frankreichs Sportministerin forderte Rücktritt von Gailhaguet 

Der Coach hat dieses Fehlverhalten inzwischen in einer Erklärung zugegeben und die mittlerweile 44 Jahre alte frühere WM-Dritte um Entschuldigung gebeten.

Neben Beyer wurden auch seine Trainerkollegen Jean-Roland Racle und Michel Lotz von anderen Läuferinnen beschuldigt, sich sexueller Übergriffe schuldig gemacht zu haben. Die Vorgänge sollen sich zwischen Ende der 1970er und den 1990er Jahren ereignet haben.

Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu hatte am Montag den Rücktritt von Gailhaguet gefordert und eine "allgemeine Funktionsstörung" im Verband kritisiert. Gailhaguet beteuerte, er habe Beyer nie geschützt.

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