Moritz Geisreiter kritisiert Zustände bei der DESG - Bildquelle: AFPSIDJUNG YEON-JEMoritz Geisreiter kritisiert Zustände bei der DESG © AFPSIDJUNG YEON-JE

Berlin (SID) - Athletensprecher Moritz Geisreiter hat die Zustände in der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) kritisiert. Die Auseinandersetzung zwischen Claudia Pechstein und ihrem Lebensfährten Matthias Große auf der einen Seite sowie dem Verband auf der anderen Seite hält er für schädlich. "Dieser Kleinkrieg" erstrecke sich nun schon über mehrere Jahre in immer neuen Facetten. "Das hat unserem Sport noch nie gutgetan", sagte Geisreiter der FAZ.

Nun treibe er eine weitere Blüte und binde damit erneut Energie und Aufmerksamkeit. "Ich würde mir von beiden Seiten eine aufrichtige, konstruktive Gesprächshaltung anstatt immer weitere Vorwürfe wünschen", sagte Geisreiter, der auch als Vorstandsmitglied des unabhängigen Vereins Athleten Deutschland tätig ist. 

Pechstein hatte Große als Kandidat für das vakante Präsidentenamt in der DESG vorgeschlagen, der Berliner Unternehmer warb ebenfalls für sich und übte dabei deutliche Kritik an der sportlichen Ausrichtung des Verbandes. Dieser reagierte und schloss Große für die am Freitag beginnende Weltcup-Saison aus dem Betreuerstab der Nationalmannschaft aus.

Die Suche nach einem neuen Präsidenten dürfte sich schwierig gestalten, ist aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation aber von großer Bedeutung. Geisreiter wünscht sich einen Nachfolger, "der in der Lage ist, den Sportlern nach innen zu vermitteln, in welche Richtung es mit ihnen gehen soll", sagte er. 

Große ist für ihn eine schlechte Wahl: "Ich halte ihn nicht für einen geeigneten Kandidaten, weil er in meinen Augen nicht in der Lage ist, den Verband nach innen und außen zu einigen."