eSports-Titel - Bildquelle: ValveeSports-Titel © Valve

Unterföhring - Ein eSport-Titel definiert sich in erster Linie über zwei Faktoren: Ein tolles Zuschauererlebnis und Spaß beim selbst Spielen. Für letzteres muss das Spiel einsteigerfreundlich sein, aber auch eine fordernde Lernkurve bieten, um Spieler bei der Stange zu halten.

Was passiert da auf dem Bildschirm?

Diese Frage stellen sich viele Zuschauer von eSport-Titeln, die bis dahin wenig Berührungspunkte mit Computerspielen hatten. Die Verständlichkeit des Spielprinzips ist wichtig für die Massentauglichkeit eines eSport-Titels. Während man einem Laien die Grundlagen von Counter-Strike und FIFA in wenigen Sätzen erklären kann, wird es bei Spielen wie Dota 2, League of Legends oder Overwatch schon etwas schwieriger. 

Für den erfahrenen Spieler ist dieser Fakt natürlich weniger relevant. Gerade im Hinblick auf den wachsenden eSport-Markt ist es allerdings nicht leicht, die Zuschauerschaft über die Spielerbasis hinaus zu erweitern. Noch schwieriger wird es, wenn ein Spiel schwer zu verstehen ist.

Spannend bis zur letzten Sekunde

Wie der traditionelle Sport lebt auch der eSport von der Spannung. Packende Team-Fights, unglaubliche Comebacks oder ein Momentum-Wechsel in der letzten Sekunde: All das sorgt für Herzrasen und reißt die Massen mit. 

Rundenbasierte Spiele, in denen man in jeder Runde wieder bei Null startet, haben großes Potenzial für wiederholte Spannungskurven. Dazu gehört auch Counter-Strike: Global Offensive. Selbst bei einem Stand von 14:0 könnte das zurückliegende Team noch 16 Runden in Folge holen und damit das Spiel gewinnen. Eine solche Spannung in MOBA-Spielen wie Dota 2 oder League of Legends zu erzeugen, ist zwar auch möglich, wird aber oft durch den Schneeball-Effekt verhindert.

Kommt ein Team erstmal ins Rollen, wird es sehr schwer für das gegnerische Team dagegenzuhalten. Die Spiele-Entwickler versuchen dem bereits mit Comeback-Mechaniken entgegenzuwirken. So bekommt man in LoL zum Beispiel weniger Gold für das Ausschalten eines Kontrahenten, der schon mehrmals eliminiert wurde. Andersherum bringt das Ausschalten eines Gegners, welcher vorne liegt, mehr Gold.

Leicht zu lernen, schwer zu meistern

Die Einsteigerfreundlichkeit von eSport-Titeln ist eine wichtige Eigenschaft, um neue Spieler zu begeistern. Ein wichtiges Hilfsmittel hierfür sind Tutorials. Dort werden die Grundlagen der Spiele erklärt und der Spieler auf den Start der eSport-Karriere vorbereitet. Um Spieler langfristig zu binden, braucht ein eSport-Titel eine kontinuierliche Lernkurve - Training muss belohnt werden.

Auch auf höherem Level soll es für den Spieler immer noch etwas zu lernen geben. Während in Dota 2 und League of Legends hunderte von Helden mit verschiedenen Fähigkeiten gemeistert werden müssen, gibt es in Counter-Strike unterschiedliche Karten, auf denen die Profis jeden einzelnen Winkel auswendig kennen. 

Sich mit anderen Leuten messen

Spielt man selbst eSport-Titel, reizt einen meist der Wettkampfgedanke. Doch nicht nur Profis wollen sich mit anderen messen, sondern auch Anfänger. Ein guter eSport-Titel bietet diese Möglichkeit über ein "Matchmaking"-System. 

Spieler können sich so einfach in eine Warteschlange einreihen und bei einem gefundenen Spiel gegen andere Spieler antreten. Die meisten eSport-Titel bieten hierfür sogar Ranglistenspiele an. Dort trifft man im besten Fall auf gleichstarke Gegner.

So behält man den Spaß am Spiel, kann sich stetig verbessern und sieht vor allem auch seinen eigenen Fortschritt am Aufstieg in der Rangliste. 

Das Gesamtpaket muss passen

Jeder eSport-Titel hat seine Stärken in einem anderen der genannten Bereiche. Die Spiele-Entwickler arbeiten immer wieder auf Hochtouren an Verbesserungen, auch für den eSport. Bessere Zuschauer-Möglichkeiten, einfachere Tutorials und Anpassungen am "Matchmaking"-System - Valve, Riot und Co. wissen, was eSport ausmacht.

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