- Bildquelle: Riot Games © Riot Games

Incheon - Zum ersten Mal seit 2012 kommt der Weltmeister in League of Legends nicht aus Südkorea. Damit ist die Dominanz der erfolgreichsten Region der League of Legends-Geschichte gebrochen und das ausgerechnet in dem Jahr, in dem das wichtigste Turnier des Jahres im eigenen Land ausgetragen wurde. Aus Sicht des Gastgebers eine Blamage, denn es reichte nicht einmal für das Halbfinale.

Im großen Finale vor über 20.000 Zuschauern im Munhak Stadium, das einst für die Fußball-WM 2002 erbaut worden war, standen sich Invictus Gaming aus China und Fnatic aus Europa gegenüber.

Europas Traum zerstört

Dass es sowohl G2 Esports als auch Fnatic ins Halbfinale des wichtigsten Turniers des Jahres schafften, glich bereits einer Sensation. Die beiden Teams spielten aus europäischer Sicht die erfolgreichste Weltmeisterschaft aller Zeiten. Fnatic schaffte sogar den Sprung ins Finale.

Gegen das chinesisch-koreanische Team Invictus Gaming war Fnatic im Endspiel letztlich aber chancenlos. Im Best-of-Five-Finale machte Invictus kurzen Prozess und krönte sich im bisher schnellsten WM-Endspiel überhaupt mit 3:0 zum diesjährigen LoL-Champion.

Nach jeweils rund 30 Minuten waren die ersten beiden Spiele schnell beendet. Fnatic sah sich sogar gezwungen, in Spiel drei eine Auswechslung vorzunehmen. So wechselte man den unerfahrenen belgischen Rookie "Bwipo" aus um von der Erfahrung des französischen Routiners "sOAZ" zu profitieren.

Beim Team rund um den schwedischen Superstar Martin "Rekkles" Larsson keimte dadurch zwar kurzzeitig Hoffnung auf, doch Invictus Gaming war an diesem Tag für die Europäer buchstäblich nicht zu besiegen.

Das bis zu 50.000 Zuschauer fassende Stadion in Incheon bejubelte am Ende das Team aus der chinesischen League of Legends Pro League (LPL). Doch nicht nur bei den Fans war die Freude ausgelassen.

Dominanz auf ganzer Linie

Bereits im Viertelfinale besiegte Invictus Gaming den Turnierfavoriten und südkoreanischen Meister KT Rolster überraschend mit 3:2. Anschließend deklassierten die Chinesen das europäische Team G2 Esports mit 3:0 im Halbfinale.

Mit umgerechnet 730.000 Euro sackte Invictus Gaming den Löwenanteil des mit knapp 2 Millionen Euro dotierten Turniers ein. Nach 2013 und 2017 endete das Worlds-Finale in seiner achten Auflage erst zum dritten Mal in der Geschichte mit einem 3:0.

Als Most Valuable Player (MVP) des Endspiels wurde der Chinese Gao "Ning" Zhen-Ning ausgezeichnet, der seine europäischen Gegner von Fnatic auf den Solo-Lanes in allen drei Spielen zur Verzweiflung gebracht hatte.

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