- Bildquelle: instagram-com/2milly © instagram-com/2milly

München - Im Jahr 2014 wurde der "Milly Rock" groß - ein Tanzschritt des US-amerikanischen Rappers 2 Milly. Hip-Hop-Künstler aus aller Welt bauten ihn in ihre Choreographien ein und auch Epic Games bediente sich an dem Dance Move.

Epic Games nutzt Dance Moves ohne zu fragen

Im Shooter Fortnite können Spieler sogenannte Emotes freischalten. Manche lassen sich durch die kostenlose In-Game-Währung v-bucks kaufen. Andere sind allerdings nur verfügbar, wenn man zehn Euro in einen Battle Pass investiert. Dieser schaltet quasi weitere Inhalte frei.

Der "Milly Rock" ist ebenfalls ein Emote in Fortnite, allerdings lässt er sich nur durch einen Battle Pass freischalten – und genau hier liegt für viele Künstler das Problem. Epic Games verdient mit einem Dance Move Geld, ohne seinen richtigen Namen zu nennen, den Urheber zu erwähnen oder zu entschädigen.

Weitere Künstler betroffen

2 Milly will nun dagegen vorgehen, wie aus einem Bericht von Variety hervorgeht. Die Klage soll vergangenen Mittwoch in Kalifornien unterschrieben worden sein. "Epic Games hat mich nie gefragt, ob sie den Move überhaupt nutzen dürfen", erklärte er gegenüber dem US-amerikanischen Magazin.

Der Rapper ist allerdings nicht der Einzige, dessen Tanzschritte Epic Games ungefragt nutzt. Das Emote "TIDY" basiert auf "Drop it like it's hot" von Snoop Dogg. Andere Künstler beschwerten sich sogar öffentlich auf Social Media.

Selbst ein Tanz aus der US-amerikanischen Sendung Scrubs fand seinen Weg in Fortnite. Schauspieler Donald Faison äußerte sich ebenfalls dazu.

Rechtliche Grauzone

Diese Klage könnte weitreichende Folgen für Fortnite haben: Emotes drohen damit möglicherweise die Umbenennung oder sogar die vollständige Entfernung aus dem Spiel. Ein Erfolg vor Gericht für 2 Milly könnte zum Präzedenzfall für andere Titel werden, die sich an Popkultur bedienen.

Allerdings sind derartige Klagen im amerikanischen Recht schwierig, wie die Anwältin Shanti Sadtler Conway auf Nachfrage gegenüber INSIDER erklärte: "Einzelne Tanzschritte sind nicht urheberrechtlich geschützt." Grund dafür sei die kreative Freiheit.

Genauso wenig wie Autoren andere daran hindern können, einzelne Wörter zu nutzen, seien auch einzelne Tanzschritte frei nutzbar. Nur vollständige Choreographien ließen sich in Amerika vollständig urheberrechtlich schützen.

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