- Bildquelle: ESL © ESL

Köln - Es war das erwartete CS:GO-Spektakel in der Kölner LANXESS Arena. Dass es am Ende ausgerechnet ein deutsches Team ist, das für die größte Überraschung sorgt, hätte kaum jemand für möglich gehalten. Das Berliner Team BIG rund um Ansager-Ikone Fatih "gob b" Dayik schmiss gleich drei absolute Topteams aus dem Turnier. Das Erreichen des Endspiels um den Titel der ESL One ist der bisher größte Erfolg für BIG.

Vom Lower Bracket ins Endspiel

Dabei musste BIG den längeren und damit schwereren Weg durch das Lower Bracket gehen, um sich überhaupt für die Playoffs in der Kölner Arena zu qualifizieren. Gegen den letztjährigen Sieger der ESL One Cologne, der damals noch unter der Flagge von SK Gaming antrat, machte BIG den Einzug perfekt. Das brasilianische Team von Made in Brazil musste sich den Deutschen mit 2:1 nach Maps geschlagen geben.

In der heimischen Arena angekommen, wartete mit G2 Esports das französische Star-Ensemble rund um den AWP-Spezialisten Kenny "kennyS" Schrub. Bereits nach zwei Maps blieben keine Fragen mehr offen: BIG zieht sensationell ins Halbfinale ein. Doch spätestens dort prophezeiten Experten eine jähes Ende des deutschen Sommermärchens.

Der international anerkannte Esport-Analyst Duncan "Thorin" Shields war sich sicher, dass der FaZe Clan im Halbfinale kurzen Prozess mit BIG machen würde. Doch sie sollten sich irren - mit dem Publikum im Rücken wuchs BIG über sich hinaus und schaffte, mit einem erneuten 2:1 nach Maps, den Sprung ins Finale.

Natus Vincere bleibt Sieger

Gegen das ukrainische Team Natus Vincere war nach vier von fünf Maps Schluss. Trotz eines couragierten Auftritts kam BIG nicht über einen Map-Gewinn hinaus. Na`Vi holte sich hingegen drei Maps und war dank seines Superstars Oleksandr "s1mple" Kostyliev nicht aufzuhalten. Der Ukrainer war erneut der MVP des Turniers und stellte alle anderen in den Schatten.

Ein Blick auf das Preisgeld lässt BIG vermutlich dennoch positiv auf diese ESL One zurückblicken. Für den zweiten Platz erspielten sich die Berliner einen Anteil von 50.000 US-Dollar. Der Sieger Natus Vincere räumte ganze 125.000 US-Dollar ab.

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