Tim Katnwawatos peilt seine zweite WM-Teilnahme in Folge an. - Bildquelle: ran.deTim Katnwawatos peilt seine zweite WM-Teilnahme in Folge an. © ran.de

München - Der 19-jährige Tim Katnawatos aus dem hessischen Taunusstein hat einen steilen Aufstieg hinter sich. Die Fußballsimulation FIFA spielt er schon seit neun Jahren, doch erst im Frühjahr 2017 drängten ihn Freunde dazu, sein Glück im kompetitiven Bereich zu probieren. Sie hatten schlicht genug von den vielen, zum Teil deutlichen Niederlagen. Prompt wurde Katnawatos bei seinem ersten großen Turnier Vize-Europameister in Madrid und qualifizierte sich später obendrein für den FIFA Interactive World Cup.

Diese Erfolge blieben nicht unbemerkt. Im August 2017 unterschrieb Katnawatos beim FC Basel 1893 und sorgt seitdem weiterhin beständig für Furore. Im Dezember gewann er als Aufsteiger mit der ESL-Wintermeisterschaft seinen ersten bedeutenden Titel, im Januar sicherte er sich beim FUT Champions Cup in Barcelona als zweitbester von 64 PlayStation-Spielern das Ticket für die WM-Qualifikation, die sogenannten "Global Series Playoffs". Vorläufiger Höhepunkt in der Karriere von "TheStrxngeR" war sein Triumph bei der Virtuellen Bundesliga am Osterwochenende.

"Top 16 oder nichts" lautet die Devise

Katnawatos besticht durch einen spektakulären Spielstil, der auf schnelle Pässe in die Offensive ausgelegt ist. Auch in Amsterdam wird der 19-Jährige wieder auf seine Ikonen setzen und damit die Qualifikation für den FeWC anstreben. Es wäre seine zweite Teilnahme hintereinander an der offiziellen Weltmeisterschaft, die im August wie schon im Vorjahr in London stattfindet.

Um wieder in die Metropole an der Themse reisen zu können, muss Katnawatos bei den Global Series Playoffs mindestens vier Spiele in der Gruppenphase gewinnen und eine K.o.-Runde überstehen. Top16 oder nichts – so lautet die Devise.

Preisgeld von 8.000 Dollar winkt

"Auf der einen Seite ist es ziemlich hart, dass ein einziges Turnier entscheidet, ob du zur Weltmeisterschaft kommst oder nicht. Man arbeitet das ganze Jahr auf den FeWC hin und am Ende kannst du noch so gut gespielt haben in der Saison: wenn du einen schlechten Tag erwischst, verpasst du das große Ziel", erklärt Katnawatos, der sich aber ungeachtet dessen kämpferisch gibt: "Jeder hat die gleichen Voraussetzungen, dadurch ist es auf jeden Fall sehr fair. Ich werde einfach Gas geben, um im zweiten Jahr in Folge den FeWC zu erreichen."

Netter Nebeneffekt einer Qualifikation für den FeWC: Mit einer Top16-Platzierung winkt ein Preisgeld von mindestens 8.000 US-Dollar. Der PlayStation 4-Sieger in Amsterdam nimmt sogar – wie sein Pendant auf der Xbox One – 35.000 Dollar mit nach Hause.

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