Wolfsburg gewinnt das Niedersachsen-Derby gegen Hannover - Bildquelle: FIROFIROSIDWolfsburg gewinnt das Niedersachsen-Derby gegen Hannover © FIROFIROSID

Wolfsburg - Dank eines Doppelpacks von Renato Steffen und eines weiteren Treffers von Jerome Roussillon hält der VfL Wolfsburg im Rennen um einen Platz in der Europa League den Anschluss. Die beiden Tore des Schweizers in der 32. und 71. Minute legten den Grundstein zu einem verdienten, aber weitgehend glanzlosen 3:1 (1:1)-Sieg im Niedersachsen-Duell gegen Tabellenschlusslicht Hannover 96.

Vor 23.512 Zuschauern brachte Hendrik Weydandt die Gäste nach guter Vorarbeit von Linton Maina nach exakt einer halben Stunde in Führung. Doch nur 120 Sekunden später schlugen die Wölfe mit einem Steffen-Kopfball zurück. Nach dem zweiten Tor des Schweizers stellte Außenverteidiger Roussillon (78.) den Endstand her.  

Casteels beim Aufwärmen verletzt

VfL-Trainer Bruno Labbadia musste seine Startformation kurz vor dem Anpfiff noch einmal umbauen. Stammtorhüter Koen Casteels verletzte sich beim Warmmachen, so kam der Österreicher Pavao Pervan zu seinem Bundesliga-Debüt.

Der neue Mann zwischen den VfL-Pfosten war vor dem Seitenwechsel nahezu beschäftigungslos, beim Gegentor chancenlos. Den Wolfsburgern fehlte es aber unübersehbar an Aggressivität im Mittelfeld, der gelbgesperrte Maximilian Arnold wurde schmerzlich vermisst. Auch die unmissverständlichen Ansprachen Labbadias aus der Coaching-Zone fruchteten zunächst nichts.

Gefährlich wurde es für Hannover nur bei zwei Kopfbällen von Steffen (28.) und Admir Mehmedi (43.). Gut im Griff hatten die Truppe von Coach Thomas Doll in dieser Phase VfL-Torjäger Wout Weghorst, der nur in der zehnten Minute zu einer Halbchance kam.

"Ungewöhnliche" Maßnahme von 96

Der 96-Trainer musste auf Geheiß von Klubboss Martin Kind Takuma Asano aus dem Kader streichen. Die Leihgabe vom FC Arsenal müsste bei einem weiteren Ligaeinsatz laut Vertrag für eine Ablösesumme in Millionenhöhe von Hannover fest verpflichtet werden.

Angesichts des sich abzeichnenden Abstiegs ein überteuerter Transfer. "Das ist natürlich ein Stück weit ungewöhnlich", sagte dazu 96-Manager Horst Heldt am Sky-Mikrofon zur Verbannung des Japaners.

Steffen entscheidet Spiel

Seine ersten wirklichen Bewährungsproben bestand Casteels-Ersatz Pervan, als er in der 51. und 58. Minute jeweils gegen Genki Haraguchi aus kurzer Distanz klärte. Seinen Teamkollegen fiel in der Folgezeit wenig ein, um den Tabellenletzten in Verlegenheit zu bringen. Nach nicht einmal einer Stunde setzte es erste Pfiffe für die Gastgeber.

Prompt reagierte Labbadia und ersetzte den unauffälligen Josip Brekalo ab der 62. Minute durch Daniel Ginczek. Der Torjäger war wegen einer Knöchelverletzung mehrere Wochen ausgefallen. Doch Gefahr produzierte erneut Steffen mit einem verdeckten Distanzschuss (68.). Drei Minuten später hatte der Eidgenosse mehr Erfolg.

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