Bundesliga: Augsburg zu stark für Hannover 96 - Bildquelle: FIROFIROSIDBundesliga: Augsburg zu stark für Hannover 96 © FIROFIROSID

Augsburg - Bundesliga-Abstiegskandidat Hannover 96 hat seine eklatante Auswärtsschwäche auch beim FC Augsburg nicht abgelegt. Die Mannschaft von Trainer Thomas Doll musste sich trotz einer Halbzeitführung noch mit 1:3 (1:0) geschlagen geben und ist seit 511 Tagen ohne Erfolg in der Fremde. Die Hoffnung auf den Klassenverbleib wird immer geringer.

Hannovers Stürmer Hendrik Weydandt (8.) brachte sein Team früh in Führung. Für im Laufe des Spiels stärker werdende Augsburger egalisierte der eingewechselte Sergio Cordova (65.). Jonathan Schmid (78.) mit einem direkten Freistoß und Andre Hahn (86.) drehten mit ihren Toren endgültig das Spiel.

Augsburg mit Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Der Vorletzte Hannover liegt damit elf Punkte hinter dem FCA, der ein beruhigendes Polster zum Tabellenkeller besitzt. Der letzte Auswärtssieg der 96er stammt vom 21. Oktober 2017 und war in Augsburg gelungen. Gegen in der defensive fahrige Augsburger zeigte 96 eine Menge Engagement, während der FCA zwar ein deutliches Ballbesitzplus hatte, aber Wucht und Überzeugung eine ganze Weile vermissen ließ. 

Hannover begann relativ verhalten, erwischte den FCA dann aber eiskalt. Nach einem langen Ball in die Spitze waren sich Augsburgs Keeper Gregor Kobel und Verteidiger Kevin Danso nicht einig, die anschließende Verwirrung nutzte Weydandt wuchtig aus. Überhaupt erwies es sich als gutes Rezept, die robusten 96-Stürmer Weydandt und Jonathas mit hohen Zuspielen einzusetzen.

Augsburg suchte fortan nach seiner Linie, auch der genesene Torjäger Alfred Finnbogason kam bei seinem Comeback nach einer Wadenverletzung noch nicht auf Touren und wurde nach knapp einer Stunde ausgewechselt. Chancen boten sich dennoch. Dong-Won Ji (11.), zuletzt Matchwinner beim 2:1 gegen Borussia Dortmund, zielte knapp daneben. Kapitän Daniel Baier (21.) schoss ebenfalls nicht präzise genug.   

Augsburg wackelt, aber fällt nicht

Aber die Defensive blieb weiter die Achillesferse der Schwaben. Die Niedersachsen erhielten immer wieder Räume zum Kontern, nur weil diese nicht mit der nötigen Klarheit ausgespielt wurden, geriet der FCA nicht noch mehr in Bedrängnis. Zum Beispiel Jonathas (38.) hätte die 96-Führung ausbauen können. 

Augsburg fehlten auch die Impulse von Michael Gregoritsch, der wegen einer Erkältung nicht mitwirken konnte. Nachdem Hannovers Genki Haraguchi (51.) einen Freistoß an die Latte gesetzt hatte, wachte der FCA aber auf. Erst scheiterten noch Marco Richter (53.) und Danso (55.), dann verwertete Cordova einen Abpraller nach einem Direktschuss von Hahn. In der Folge nahm der Druck der Schwaben weiter zu und führte schließlich noch zum Sieg.

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