Thomas Müller lebt unter Bayern-Coach Hansi Flick wieder auf. - Bildquelle: imago images/Laci PerenyiThomas Müller lebt unter Bayern-Coach Hansi Flick wieder auf. © imago images/Laci Perenyi

München - Ein Tor und eine Vorlage beim glanzvollen 5:2-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt. Thomas Müller war ohne Zweifel "Man of the Match". Gut gelaunt präsentierte sich der Offensivspieler nach der Begegnung den Medien. "Wir wollen die Meisterschaft nach München holen. Dort hin, wo sie hingehört", zeigte sich Müller zuversichtlich.

Müller wieder in bestechender Form

Bereits am Dienstag, im Spitzenspiel gegen den engsten Verfolger Borussia Dortmund, könnte ein großer Schritt in Richtung erneute Titelverteidigung erfolgen. "Es gibt nichts Schöneres, als die Spiele gegen den BVB zu spielen. Wir haben uns vorgenommen, drei Siege in dieser Woche einzufahren. Wir haben kein perfektes Spiel abgeliefert, aber wir marschieren, Dortmund marschiert. Wir können uns auf Dienstag freuen. Ich hoffe, wir können mit einem Lachen aus dem Stadion fahren" zeigte sich Müller voller Vorfreude bei "Sky".

Der 30-Jährige befindet sich aktuell in bestechender Form und ist momentan kaum aus der Stammelf des Rekordmeisters wegzudenken. Kein Wunder also, dass die Vereinsoberen Anfang April den Vertrag mit der Münchner Identifikationsfigur vorzeitig bis 30. Juni 2023 verlängerten.

Danach sah es noch vor sechs Monaten nicht unbedingt aus. Die Van Gaal'sche Weisheit "Müller spielt immer" fand beim damaligen Münchner Übungsleiter Niko Kovac nur wenig Gehör. Als Kovac den gebürtigen Weilheimer im vergangenen Herbst in sechs Partien in Folge nicht für die Startformation nominierte und zum Notnagel degradierte ("Wenn Not am Mann ist, wird Thomas seine Minuten bekommen...") platzte dem sonstigen Spaßvogel der Kragen.

Im Winter wollte Müller den FC Bayern verlassen

Der 30-Jährige wurde bei den FCB-Bossen vorstellig und soll nach Informationen der "Sportbild" Karl-Heinz Rummenigge davon in Kenntnis gesetzt haben, dass er nach 20 Jahren den Verein im Winter verlassen möchte.

Doch die Vereinsverantwortlichen schoben dem Abschiedswunsch einen Riegel vor, Müller musste bleiben. Weniger Glück hatte Trainer Niko Kovac. Dessen Nachfolger Hansi Flick sollte sich als Glücksgriff herausstellen, nicht nur für den FC Bayern München, sondern vor allem für Thomas Müller.

Denn Flick setzte wieder auf Müller und unter dem 55-Jährigen blühte der schlaksige Offensivspieler wieder auf - und wie. In den zehn Ligaspielen unter Kovac gelang dem 30-Jährigen nicht ein einziger Treffer und selbst bei den Torvorlagen konnte sich Müller nur vier Mal in die Statistiken eintragen.

Seit Flick bei den Bayern das Ruder übernommen hat, steuerte Müller in der Bundesliga sieben Treffer bei und legte sensationelle 13 weitere Tore vor. Nach 27 Spieltagen hat der 30-Jährige nun schon 17 Vorlagen auf seinem Konto, nur der damalige Wolfsburger Kevin de Bruyne hatte in der Saison 2014/15 zum selben Zeitpunkt der Saison eine Vorlage mehr. Aber mit noch sieben Bundesliga-Partien vor der Brust, sollte der Vorlagen-Rekord am Ende der Saison nur reine Formsache sein.

Dank Flick müllert es wieder in München

Wie wichtig Müller im Bayern-System ist, zeigt sich darin, dass der Offensivspieler in zehn der 17 Bundesliga-Partien unter Flick von An- bis Abpfiff auf dem Feld stand. Und Müller zahlt dieses Vertrauen in barer Münze zurück.

Wie wichtig Müller für die Münchner ist, zeigt sich daran, dass er aktuell an 24 der derzeit 80 Saisontreffer beteiligt war. Dabei handelt es sich nicht um Tore und Vorlagen der Marke "Ergebnisausbau", sondern um wichtige Führungstreffer. Nur Sturmpartner Robert Lewandowski liegt in der vereinsinternen Scorerliste mit 30 Punkten (27 Tore und 3 Vorlagen) vor Müller.

Dank Hansi Flick müllert es also wieder in München und das nun noch mindestens bis Sommer 2023.

Du willst die wichtigsten Fußball-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.

Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB29214486:285867
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB29186580:354560
3RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL291610374:314358
4Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG29175757:352256
5Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0429175754:361856
6VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB29119941:36542
71899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG291261140:48-842
8SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF291081138:41-338
9Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC291081143:50-738
10FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS04299101034:46-1237
111. FC Köln1. FC KölnKölnKOE291041546:56-1034
12Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE28951446:53-732
13FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA29871440:56-1631
141. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU29941634:52-1831
151. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0529841737:62-2528
16Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorfF9529691431:58-2727
17Werder BremenWerder BremenWerderSVW28671530:59-2925
18SC Paderborn 07SC Paderborn 07PaderbornSCP29471832:61-2919
  • Champions League
  • Europa League
  • Relegation
  • Abstieg