München - Julian Nagelsmann war offenkundig gut auf die Pressekonferenz am Donnerstagmittag vorbereitet. Man merkte: Auf diese eine Frage hatte der Bayern-Trainer gewartet, ja regelrecht gelauert.

Die Frage nach dem Druck.

Nun hätte der 35-Jährige mit dem Fußballer-Bonmot von Horst Heldt ("Druck habe ich, wenn ich morgens auf die Toilette gehe") antworten können und die Sache wäre vermutlich erledigt gewesen.

Doch Nagelsmann wollte etwas loswerden.

Der Bundesliga-Auftakt Eintracht Frankfurt vs. FC Bayern am Freitag um 19 Uhr live in SAT.1 und auf ran.de. Im Anschluss folgt um 23 Uhr die ran Late Night mit Rudi Völler und Eintracht-Präsident Peter Fischer.

Julian Nagelsmann macht eine klare Ansage

Zwar betonte er, dass er die Berichterstattung über ihn seit geraumer Zeit nicht verfolge, doch natürlich erreichen einen Trainer von Bayern München immer irgendwie die Aussagen aus dem Fußball-Kosmos.

Und dort ist der Tenor eindeutig: Jetzt muss Nagelsmann liefern!

"Den Druck mache ich mir eher selber. Ich lese sehr, sehr wenig - seit mehreren Wochen oder Monaten. Weil du da nicht glücklicher wirst, wenn du das alles liest", sagte Nagelsmann und wehrte sich dagegen, dass beim FC Bayern immer irgendwie die "Apokalypse-Stimmung" drohe. Selbst Freunde würden ihm die Frage stellen: "Was ist da los? Warum bauen die alle so einen Druck auf?"

Nagelsmann wirkte bei seinen Worten entspannt, aber bestimmt. Schon früh in der Saison will er offenbar Grenzen abstecken. Nagelsmann, der Entschlossene!

Bester Beweis dafür ist seine heutige klare Ansage in Richtung der Reporter: "Den Druck, den ihr machen wollt, verspüre ich nicht!"

Doch auch der kämpferische Julian Nagelsmann wird zugeben müssen, dass der Druck nicht ausschließlich von Journalisten, Fans und Experten kommt. Auch intern will man natürlich Erfolge sehen. Das war an der Säbener Straße immer so und wird vermutlich immer so bleiben. Für das Selbstverständnis dieses Klubs reicht es eben nicht, "nur" deutscher Meister zu werden.

Der FC Bayern München in der Saison 2021/22: Einfach zu wenig!

Eine Saison wie die vergangene, in der die Bayern blamabel aus dem Pokal ausschieden (0:5 gegen Borussia Mönchengladbach) und in der Königsklasse nur das Viertelfinale erreichten, sollte sich nicht wiederholen.

Denn durch die gelungene Transferpolitik von Sportvorstand Hasan Salihamidzic (den Nagelsmann in der Pressekonferenz ausgiebig lobte, aber auch betonte, dass Verpflichtungen nicht die Sache eines Einzelnen sind), wandert das Gewicht der bayerischen Erwartungshaltung natürlich zu einem guten Teil auf die Schultern des Trainers. Das weiß Nagelsmann, denn die Zahlen seiner Premieren-Saison zeichnen ein durchwachsenes Bild.

Mit 77 Punkten holte Nagelsmann mit den Münchnern weniger Punkte als jeweils in den neun Spielzeiten davor. Nur einen Titel in der ersten Saison als Bayern-Trainer holte in den letzten zwölf Jahren nur Carlo Ancelotti, der im Jahr darauf seine Koffer packen musste. Zudem sind fünf Bundesliga-Niederlagen, wie sie die Bayern 2021/22 kassierten, für die Verhältnisse des Rekordmeisters einfach zu viel.

Julian Nagelsmann kennt die Ansprüche des FC Bayern

"Wir versuchen immer, nach dem Höchsten zu streben. Das sagt ja auch der Präsi [gemeint ist Bayern-Präsident Herbert Hainer – Anm. d. Red.]. Umgekehrt sitze ich auch nicht da und zittere deswegen. Was soll er auch anderes sagen?", so der 35-Jährige, der seine Ankündigung, sich selbst immer den größten Druck zu machen, anschließend auch tatsächlich nochmal unterstreicht.

Lewandowskis Abgang soll keine Ausrede sein

Dass Robert Lewandowski den Klub verließ, will Nagelsmann nämlich in der Bewertung seiner Leistungen berücksichtigt wissen, aber nicht als Ausrede gelten lassen: "Ich finde schon, dass unser Kader besser geworden ist!"

 

Der entschlossene Julian Nagelsman: Wenn jemand Druck machen soll, dann bitteschön nur er selbst.

Doch klar ist auch: Wenn er in der anstehenden Saison nicht liefert, wird die Frage nach dem Druck noch häufiger kommen.

Von der Säbener Straße in München berichtet Stefan Kumberger

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Nächste Bundesliga-Spiele: Wer ist Favorit?

Relegation 2023: Wann findet die Relegation statt - wo wird sie übertragen?

Den Abschluss im Profi-Fußball macht die Relegation. 1., 2. und 3. Liga kämpfen um die letzten Plätze. Die Bundesliga-Relegation findet am Ende der Saison statt. Alle vier Relegationsspiele werden live im Free-TV bei SAT.1 gezeigt und im kostenlosen Livestream auf ran.de.


Wer überträgt die Bundesliga live?

Die Bundesliga-Rechte sind aufgeteilt. Im Free-TV werden die Spiele in SAT.1 übertragen - dort laufen dann insgesamt neun Spiele im Free-TV. Die Samstagsspiele gibt es beim Pay-TV-Sender Sky. Der Streamingdienst DAZN überträgt alle Freitags- und Sonntagsspiele.


Wo ist die Bundesliga 2022/2023 live zu sehen?

Zur Saison 2021/22 wurden die Rechte neu vergeben. SAT.1 hat sich die Free-TV-Rechte für neun Livespiele gesichert und zeigt unter anderem die Relegationsspiele. Die Bundesligakonferenz, sowie die Einzelspiele am Samstag werden weiterhin bei "Sky" zu sehen sein. "DAZN" überträgt dagegen alle Freitags- und Sonntagsspiele der Bundesliga. Montagsspiele wird es ab der Saison nur im Notfall geben.


Wo sehe ich welche Spiele der Bundesliga live im TV, Livestream, Free TV, und Web?

Der Bezahl-TV-Sender Sky und der Internet Streamingdienst DAZN teilen sich die Übertragunsrechte an der Live Übertragung der Bundesliga 2021/2021. Sky darf ab dieser Saison aber nur noch die Samstags Spiele live übertragen. Zudem überträgt SAT.1 insgesamt neun Spiele mit Free-TV - inklusive der Relegationsspiele um die Bundesliga und der 2. Liga.
Freitag: DAZN überträgt alle Spiele. Anpfiff der Spiele ist um 20:30 Uhr. Die Übertragungen mit Vorberichten, beginnt um 19:30 Uhr
Samstag: Sky überträgt alle Bundesliga-Begegnungen um 15:30 Uhr einzeln und in der Bundesliga Konferenz. Dazu das Topspiel um 18:30 Uhr. Bundesliga im Free-TV: Die Zusammenfassungen der 15:30 Uhr Spiele gibt es in der ARD ab 18:30 Uhr zu sehen. Das ZDF zeigt ab 23 Uhr ebenfalls Zusammenfassungen.
Sonntag: DAZN überträgt alle Partien um 15:30 Uhr und 17:30 Uhr, sowie zehn Spiele um 19:30 Uhr. Bundesliga Free-TV: Die Höhepunkte am Abend werden von der ARD ausgestrahlt. Der TV Sender Sport1 hat die Rechte, Zusammenfassungen der Freitags- und Samstagsbegegnungen auszustrahlen.
Dienstag und Mittwoch: Alle Partien der Bundesliga dienstags, mittwochs in sog. Englischen Wochen überträgt der Pay TV Sender Sky.


Die nächsten Spiele & Termine

Bundesliga

Top Spiele Bundesliga - 3. Spieltag vom 19.08. bis 21.08.2022

DFL Supercup 2022 live auf SAT.1 und ran.de
Am 30. Juli wartet das erste Highlight nach der Sommerpause auf die Fußballfans! Der Deutsche Meister Bayern München trifft im DFL-Supercup 2022 auf den DFB-Pokalsieger RB Leipzig. Das Finale steigt in der Leipziger Red Bull Arena, der Anpfiff erfolgt um 20:30 Uhr. Das Spiel wird live im Free TV bei SAT.1 übertragen. Mehr INFOS...

Auch in der Saison 2022/23 zeigt ran insgesamt neun Partien der Bundesliga und 2. Bundesliga live in SAT.1 und im Livestream. Alle Tore, Ergebnisse und Tabellen gibt es auf ran.de in Echtzeit. Neben der Konferenz aller Spiele sind auch ausgewählte Einzelspiele im ran.de Liveticker abrufbar.

Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB22008:176
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB22004:136
31. FC Köln1. FC KölnKölnKOE21105:324
3Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG21105:324
51. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU21103:124
61. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0521102:114
7SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF21015:323
81899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG21014:5-13
9FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA21012:5-33
10Werder BremenWerder BremenWerderSVW20204:402
11RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL20203:302
11VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB20203:302
13FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0420113:5-21
14Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC20112:4-21
14VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB20112:4-21
16Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE20112:7-51
17VfL BochumVfL BochumBochumBOC20023:5-20
18Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0420021:3-20
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