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Stuttgart/München - Der VfB Stuttgart hat die Reißleine gezogen und sich nach dem 0:6 beim FC Augsburg von Trainer Markus Weinzierl getrennt. Nach der höchsten Saisonniederlage stecken die Schwaben tief im Abstiegskampf, haben weiter nur drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

"Wir haben mehrfach betont, dass es unser klarer Wunsch war, die Saison mit Markus Weinzierl und dem Trainerteam zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen", wird Sportvorstand Thomas Hitzlsperger auf der Klub-Homepage zitiert: "Nach dem überaus enttäuschenden Spiel in Augsburg sind wir aber zu der Überzeugung gekommen, dass wir die Situation neu bewerten müssen und ein klarer Schnitt zwingend notwendig ist, um den Ligaverbleib zu schaffen."

U19-Trainer Willig übernimmt bis Saisonende

Bis zum Saisonende springt der bisherige U19-Trainer Nico Willig interimsmäßig ein. "Er ist nach unserer Überzeugung in der Lage, schnell für neue Impulse zu sorgen und mit der Mannschaft den Klassenverbleib zu schaffen", sagt Hitzlsperger über den 38-Jährigen, der seit Januar 2016 im Verein arbeitet.

Unter Weinzierl holte Stuttgart in 23 Ligaspielen nur vier Siege, davon lediglich einen in der Rückrunde beim 5:1 über das abgeschlagene Schlusslicht Hannover 96. Der 44-Jährige ist schon der zweite Coach, der in dieser Saison beim fünfmaligen Meister seinen Hut nehmen muss. Bereits nach dem 7. Spieltag war Tayfun Korkut vor die Tür gesetzt worden. Damals war der VfB sogar Tabellenletzter.

Vor Weinzierl musste schon Sportvorstand Reschke gehen

Zu Jahresbeginn war auch Sportvorstand Michael Reschke nach rund anderthalb Jahren von seinen Aufgaben entbunden worden. Auf den ehemaligen Kaderplaner von Bayern München folgte Hitzlsperger, der nun Weinzierl trotz eines Vertrags bis 2020 über sein Aus unterrichtete. Als neuer Sportdirektor war erst vor wenigen Tagen Sven Mislintat vorgestellt worden.

Kurioserweise ist Weinzierl schon der vierte Stuttgarter Coach in den vergangenen Jahren, der nach einer Niederlage gegen den FCA gehen muss. 2013/2014 wurde Bruno Labbadia ein 1:2 bei den Fuggerstädtern zum Verhängnis, eine Saison später war Armin Veh nach einem 0:1 auf eigenem Platz Geschichte. Alexander Zorniger flog 2015/2016 nach einem 0:4 in Augsburg. Bei allen diesen Partien saß Weinzierl auf der FCA-Trainerbank.

Den Schwaben droht aktuell der zweite Abstieg binnen drei Jahren - damals waren zum gleichen Zeitpunkt jedoch zwölf Punkte mehr auf dem Konto. 2017 war die direkte Rückkehr in die Bundesliga gelungen.

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