Bundesliga

Kommentar zum Videobeweis nach Vorfall in Mainz

ranSicht: Der nachträgliche Elfmeter war die richtige Entscheidung!

Zwischen Mainz 05 und dem SC Freiburg kam es zu der wohl bisher kuriosesten Videobeweisentscheidung. Trotzdem meint ran.de-Redakteurin Christina Stelzl: Die Entscheidung den Videobeweis anzuwenden war völlig korrekt - hätte sich der Videoassistent nicht eingeschaltet, würde jetzt auch ganz Deutschland diskutieren!

17.04.2018 12:26 Uhr / ran.de / Christina Stelzl
Mainz vs. Freiburg_Videoassistent
© getty

Mainz - Im Kellerduell der Bundesliga zwischen Mainz 05 und dem Sportclub Freiburg kam es zu der wohl kuriosesten Videobeweisentscheidung der laufenden Saison. Was war passiert? In der 45. Minute sprang dem Freiburger Marc-Oliver Kempf im eigenen Strafraum der Ball deutlich an die Hand. Schiedsrichter Guido Winkmann übersah das strafbare Handspiel und pfiff kurz darauf zur Halbzeit.

Ein Teil der Freiburger Spieler war längst in der Kabine, als Guido Winkmann in Absprache mit Bibiana Steinhaus, die in der Schiedsrichter-Funkzentrale in Köln saß, auf Elfmeter entschied. Alle Spieler kamen wieder zurück auf den Rasen und der Mainzer Pablo De Blasis verwandelte den Elfmeter zum 1:0 für Mainz.

Jetzt ist die Diskussion in Deutschland über den Videobeweis wieder groß. Hätte man die Spieler wieder aus der Kabine holen dürfen und nach dem eigentlichen Halbzeitpfiff noch den Elfmeter ausführen lassen dürfen? Die Frage die sich für mich eher stellt: Was wäre denn gewesen, wenn der Videobeweis nicht zum Einsatz gekommen wäre und so eventuell den Abstiegskampf entschieden hätte? Dann wäre das Gejammer jetzt mindestens genauso groß gewesen, womöglich sogar noch größer.

Denn eins ist klar: Nachträglich noch Elfmeter zu geben, ist absolut die richtige Entscheidung! Dem Schiedsrichtergespann muss demnach ein großes Lob ausgesprochen werden: Eine in diesem brisanten Kellerduell zunächst falsch bewertete Situation, die möglicherweise Folgen im Abstiegskampf gehabt hätte, noch richtig zu stellen, verdient großen Respekt.

Worüber sich aber mal wieder streiten lässt, ist die Transparenz des Videobeweises. Hätte es direkt nach dem Halbzeitpfiff eine eindeutige Geste von Schiedsrichter Winkmann gegeben, in Kontakt mit der Funkzentrale in Köln zu stehen, würde heute wahrscheinlich niemand mehr über diese Szene sprechen. Die Kommunikation mit den Spielern, Verantwortlichen und Fans war mal wieder schlecht, weswegen sich das Schiedsrichtergespann inklusive Bibiana Steinhaus in diesem Punkt der Kritik stellen muss. 

Die Nachvollziehbarkeit des Vorgangs und die grundsätzliche Umsetzung der Anwendung des Videobeweises ist weiterhin in einigen Punkten ausbaufähig. Allerdings habe ich im Nachhinein lieber so eine Diskussion, als über eine möglicherweise folgenschwere Fehlentscheidung im Abstiegskampf.

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