BVB-Vereinsboss Hans-Joachim Watzke möchte kleine Vereinen in der Corona-Kri... - Bildquelle: imago/imagebrokerBVB-Vereinsboss Hans-Joachim Watzke möchte kleine Vereinen in der Corona-Krise nicht finanziell unterstützen. Bleibt zu hoffen, dass Top-Verdiener des Fußballs wie Robert Lewandowski anders denken. © imago/imagebroker

München - Solidarität ist gefragt! Leider gibt es Menschen im Fußball, die das noch immer nicht verstanden haben. Das beste Beispiel ist BVB-Vereinsboss Hans-Joachim Watzke.

Ob er bereit wäre, kleinere Vereine zum Beispiel mit einem Beitrag für einen Solidaritätsfonds durch die Corona-Krise zu helfen? Antwort: wäre er nicht.  

"Wir haben ein Wirtschaftsunternehmen und sind Konkurrenten. Am Ende des Tages können nicht die Klubs, die die letzten Jahre ein Polster angesetzt haben, diejenigen belohnen, die es nicht getan haben", antwortete er in der "Sportschau."

Dabei weiß er doch selber, dass es Borussia Dortmund in der Bundesliga vielleicht gar nicht mehr geben würde, hätte der Verein in der einst selbst verursachten Finanz-Krise vor 15 Jahren keine Hilfe vom FC Bayern München bekommen.

Man kann nur hoffen, dass die Meinung von Watzke nicht für alle Bundesligisten gilt.

Solidarität ist gefragt – sonst droht dem Fußball der finanzielle Kollaps.

Es drohen 750 Millionen Verlust – und viele Pleiten

Sollten die letzten neun Spieltage der Bundesliga und 2. Bundesliga nicht ausgetragen werden, droht ein Verlust von rund 750 Millionen Euro. Es ist die wirtschaftlich größte Krise seit dem Zusammenbruch des Imperiums von Medienmogul Leo Kirch im Frühjahr 2002 – vielleicht sogar die größte in der Geschichte des Fußballs.

Keine Einnahmen, trotzdem die üblichen Ausgaben: Man muss kein BWL-Studium abgeschlossen haben, um zu erkennen, dass das nicht lange gutgehen kann.   

Und auch Borussia Dortmund wäre nicht geholfen, könnten sie nicht mehr zu Auswärtsspielen nach Paderborn, Augsburg oder Bremen reisen, weil sämtliche Vereine insolvent sind.      

Solidarität ist gefragt: Das gilt vor allem für die Gesellschaft, aber auch für den Fußball.   

Vereine wie Wehen Wiesbaden, Holstein Kiel, SV Sandhausen, der 1. FC Heidenheim oder der SC Paderborn haben ausgezeichnete Arbeit geleistet. Sie haben es trotz geringer finanzieller Möglichkeiten hinbekommen, zu den besten 36 Fußballvereinen Deutschlands aufzusteigen.

Ein dickes finanzielles Polster anzulegen ist für "Provinz-Vereine" mit kleinem Stadion schlichtweg nicht möglich – schon gar nicht für eine Krise, die niemand erwarten konnte und die es in dieser Form seit der Spanischen Grippe von 1918 nicht mehr gegeben hat. 

 

Die großen Vereine müssen den kleinen Vereinen helfen, diese Krise zu überstehen. Die Schwergewichte der Bundesliga dürfen nicht nur auf den eigenen Vorteil bedacht sein, damit sie ihrem Top-Stürmer zukünftig 15 statt 13 Millionen Euro im Jahr bezahlen können. Es geht darum, den Fußball mit all den kleinen und großen Vereinen zu erhalten. DFL-Chef Christian Seifert hat angedeutet, dass er das genauso sieht.

Gleichwohl müssen auch die Spieler ihren Teil dazu beizutragen.

Gehaltsverzicht statt Sportwagen und goldene Steaks

Viele Jung-Millionäre haben sich in den letzten Jahren durch teure Sportwagen, schicke Uhren und goldene Steaks definiert. Sie posteten Bilder davon bei instagram und twitter. Fast so als würden sie immer wieder sagen wollen: Schaut mal, was ich mir alles leisten kann.   

Nun können sie zeigen, dass sich etwas viel Wichtigeres leisten können: den Erhalt ihrer Sportart.

Solidarität ist gefragt: Das heißt, dass Spieler Ende des Monats nicht darauf bestehen sollten, dass wieder ein sechsstelliger Betrag auf Ihrem Konto landet.

Ordner und Würstchenverkäufer bangen um ihre Existenz, Fußballprofis nicht

Es gibt viele Menschen im Fußball – vom Ordner bis hin zum Würstchenverkäufer – die ein schönes Stadionerlebnis überhaupt erst möglich machen und nun vielfach nicht wissen, wie sie die nächste Miete bezahlen sollen. Ähnlich dürfte es den vielen Vereinsangestellten gehen, wenn ihr Arbeitgeber insolvent geht.

Es ist eine Sorge, die ein Profi der 1. oder 2. Bundesliga (bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen) nie kennengelernt hat.

Daher sollten die Millionäre unter den Fußballspielern dazu bereit sein, auf ein oder zwei Gehälter zu verzichten oder sie zumindest zu stunden, bis die restliche Saison nachgeholt wird und die Einnahmen wieder sprudeln.

Und schon gar nicht sollten sie darauf spekulieren, dass sie bei einer Insolvenz ihres Vereins vertragsfrei wären und dann woanders ein dickes Handgeld kassieren könnten.

Solidarität ist gefragt – gegenüber dem eigenen Verein und somit auch den vielen Mitarbeitern.  

Und wer weiß: Wenn die Spieler mit gutem Beispiel vorangehen, versteht das irgendwann vielleicht sogar ein Hans-Joachim Watzke.

Du willst die wichtigsten Fußball-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.

Nächste Bundesliga-Spiele: Wer ist Favorit?

Wer überträgt die Bundesliga 2022/23 live?

In der Bundesliga-Saison 2022/2023 gelten die gleichen Übertragungsrechte wie in der Vorsaison.

Bundesliga im Free TV bei SAT.1
Auch in der Saison 2022/23 zeigt ran insgesamt neun Partien der Bundesliga und 2. Bundesliga live in SAT.1 und im Livestream. Alle Tore, Ergebnisse und Tabellen gibt es auf ran.de in Echtzeit. Neben der Konferenz aller Spiele sind auch alle Einzelspiele im Liveticker abrufbar.

Bundesliga bei Sky
Sky ist und bleibt der größte Übertragungspartner der Deutschen Fußball Liga. Der Pay-TV-Sender hält die Rechte für alle Spiele am Samstag sowie für die Spiele der englischen Wochen, die dienstags und mittwochs stattfinden. Auch die Konferenz bleibt im Sky-Programm erhalten.

Bundesliga beim Streaming Dienst DAZN
Jedes Freitags- und Sonntagsspiel der Saison läuft exklusiv auf DAZN. Freitags immer um 20.30 Uhr, sonntags an bis zu drei Anstoßzeiten um 15:30 Uhr, 17:30 Uhr und 19:30 Uhr.

Bundesliga bei der ARD
ARD ist mit der Sportschau am Samstagabend ab 18:30 Uhr mit der Bundesliga am Start und zeigt die Zusammenfassungen und Highlights aller Spiele der Bundesliga und der Samstagsspiele der 2. Bundesliga. Am Sonntag ab 21:15 Uhr dürfen die ARD und ihre Regionalsender die Highlights / Zusammenfassungen der bis zu drei Sonntagsspiele im frei empfangbaren Fernsehen präsentieren

Bundesliga beim ZDF
Am späten Samstagabend, zwischen 21:45 und 24:00 Uhr, gibt es im ZDF die Nachberichterstattungen der Spieltage der 1. und 2. Liga sowie die Erstverwertung der Highlights des Abend Bundesliga-Topspiels im TV.


Wann findet die Bundesliga-Relegation 2023 statt?

Wenn am 27. Mai 2023 die Bundesliga-Saison beendet wird, steht auch fest, wer in der Relegation ran muss. Ausgetragen wird die Relegation am 1. und 5. Juni - live in SAT.1 und auf ran.de.

Die Termine für die Relegation im Überblick:

  • 1. Juni 2023 - Relegation Bundesliga Hinspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn
  • 2. Juni 2023 - Relegation 2. Bundesliga Hinspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn
  • 5. Juni 2023 - Relegation Bundesliga Rückspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn
  • 6. Juni 2023 - Relegation 2. Bundesliga Rückspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn

Wann endet die Bundesliga-Saison 2022/23?

Die Bundesliga-Saison 2022/23 endet am 27. Mai 2023 mit dem 34. Spieltag. Spätestens hier wird entschieden, wer Meister wird, wer absteigt und wer in die Relegation muss.


Wie sind die Anstoßzeiten in der Bundesliga-Saison 2022/23?

Seit der Bundesliga-Saison 2022/23 wird es einige Änderungen bei den Anstoßzeiten geben. Das späte Sonntagsspiel wird nicht um 18 Uhr, sondern um 17:30 angepfiffen. Zudem wird es zehn Spiele am Sonntag um 19:30 Uhr geben. Die Montagsspiele fallen dagegen weg. Die Freitagsspiele finden wie gewohnt um 20:30 Uhr statt und auch am Samstag werden die Partien wie gewohnt um 15:30 Uhr und um 18:30 Uhr angepfiffen. Hier geht es zum Spielplan der Bundesliga.


Die nächsten Spiele & Termine

Bundesliga Spieltage 18, 19 und 20

TOP Spiele 18. Spieltag

Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB18107152:163637
21. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU18113431:22936
3RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL18105339:241535
4SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF18104429:25434
5Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE1895437:261132
6Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB17101631:25631
7VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB1885536:221429
8Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG1874734:29525
9Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB041773730:28224
10Werder BremenWerder BremenWerderSVW1873829:37-824
111. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M051865726:29-323
121. FC Köln1. FC KölnKölnKOE1756629:31-221
131899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG1854926:31-519
14FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA18531023:33-1018
15VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB1837822:32-1016
16VfL BochumVfL BochumBochumBOC18511219:44-2516
17Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC18351020:32-1214
18FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0417231214:41-279
  • Champions League
  • Europa League
  • Europa Conference League Quali.
  • Relegation
  • Abstieg