Sebastian Rudy: "Die Art und Weise, wie die Schalker ihre Mannschaft anpeits... - Bildquelle: ImagoSebastian Rudy: "Die Art und Weise, wie die Schalker ihre Mannschaft anpeitschen, hat mich sehr beeindruckt." © Imago

Gelsenkirchen - Kurz vor dem Transferschluss wechselte Sebastian Rudy vom FC Bayern München zu Schalke. Im ran.de-Interview erzählt der Mittelfeldspieler, warum der Wechsel die richtige Entscheidung war und wie die Mannschaft nach dem Fehlstart auf die Erfolgsspur finden möchte, spricht aber auch über Hobbys und Investitionen abseits des Fußballfeldes.

ran.de: Herr Rudy, Sie sind kurz vor dem Ende der Transferperiode noch vom FC Bayern München zum FC Schalke 04 gewechselt. Was waren Ihre Beweggründe nach Schalke und nicht etwa zu RB Leipzig zu wechseln?

Sebastian Rudy: Schalke hat mich ein Stück weit mehr überzeugt. Es sind zwei Top-Vereine, doch in Absprache mit meiner Familie, meiner Frau, entschied ich mich dann für Schalke. Ich denke, dass es zu einhundert Prozent die richtige Entscheidung war, weil der S04 einfach ein geiler Verein ist. Hier sind super Fans und ich freue mich ein Teil davon zu sein.

ran.de: Welche Rolle haben Schalke-Manager Christian Heidel und Coach Domenico Tedesco bei Ihrer Entscheidung gespielt?

Rudy: Mit ihnen habe ich die Gespräche geführt und ich wurde überzeugt. Sie haben mir die Entscheidung leicht gemacht.

ran.de: Wie würden Sie Ihre Zeit beim FC Bayern rückblickend bewerten? Welche Erkenntnisse nehmen Sie auch für die Zukunft aus München mit?

Rudy: Ich nehme ausschließlich Positives mit. Es war eine wahnsinnige Erfahrung und ich bereue die Entscheidung nicht. Es war eine schöne Zeit, es hat viel Spaß gemacht, ich habe viel gelernt, auch wenn ich am Ende lieber noch bessere Ergebnisse eingefahren hätte. Ich bin auch persönlich sehr gereift.

ran.de: Schalke ist mit großen Ambitionen in die Saison gestartet, musste zum Auftakt aber gleich zwei Pleiten hinnehmen. Wie bewerten Sie den Saisonstart und was muss bei den "Königsblauen" besser werden?

Rudy: Wir sind mit zwei Niederlagen offensichtlich nicht gut gestartet. Aber das darf uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir wissen was wir können und wir wollen wieder eine gute Saison spielen. Dafür müssen wir fortan zu mehr Torchancen und folglich Toren kommen. Das erfordert mehr Wucht im Spiel nach vorne. Ich bin zuversichtlich, dass wir das hinbekommen.

ran.de: Welchen Tabellenplatz peilen Sie mit dem FC Schalke 04 an?

Rudy: Schalke wurde letztes Jahr Zweiter. Das war eine starke Spielzeit. Wir müssen daran anknüpfen und ich möchte mit dem Verein mindestens genauso viele Punkte holen. Wo wir dann am Ende stehen, müssen wir sehen.

ran.de: Wie sehen Sie denn selbst Ihre Rolle beim FC Schalke 04, welche Qualitäten bringen Sie speziell mit?

Rudy: Ich besitze über zehn Jahre Bundesliga-Erfahrung und möchte das vor allem an die jungen Spieler weitergeben. Ich möchte eine Führungsrolle einnehmen und eine gewisse Ruhe in unser Spiel bringen. Ich denke, das zeichnet mich aus und hilft dem Team weiter.

ran.de: Das Umfeld auf Schalke ist bekannter Weise ein Besonderes. Sie haben die Fans bereits angesprochen. Inwiefern unterscheidet sich das zum FC Bayern?

Rudy: Ich habe bei meinem Debüt gegen die Hertha gleich gemerkt, was für eine immense Wucht die Fans mitbringen. Ich habe schon öfters Auf Schalke gegen Schalke spielen müssen und es war nie einfach. Die Art und Weise wie die Schalker ihre Mannschaft anpeitschen hat mich sehr beeindruckt. Sie jetzt in meinem Rücken zu spüren ist fantastisch, das bringt eine Vorfreude auf die nächsten Heimspiele mit sich.

ran.de: Sind die abgesehen von den Schalker Fans schon jetzt beeindruckt von einem ihrer Schalker Mitspieler?

Rudy: Mark Uth kenne ich noch aus meiner Hoffenheim-Zeit, er hat brutale Fähigkeiten im Abschluss. Jetzt wird es noch etwas dauern, bis ich alle meine neuen Mitspieler richtig kennenlerne. Aber die Ruhe und Gelassenheit von Naldo ist phänomenal und die überragende Technik von Nabil Bentaleb ist mir direkt aufgefallen. Seine Spielweise gefällt mir richtig gut.

ran.de: Sie sind für die Länderspiele gegen Frankreich und Peru von Bundestrainer Joachim Löw nicht für die deutsche Nationalmannschaft berücksichtigt worden. Wie wurde Ihnen das mitgeteilt und wie sehen Sie Ihre Zukunft im DFB-Dress?

Rudy: Er hat mich angerufen und mir gesagt, dass ich in der Vorbereitung zu wenig Spiele gemacht habe und mich erstmal bei Schalke einleben soll, paar Spiele machen soll. Bei der nächsten Kader-Nominierung wird das wieder ganz anders aussehen.

ran.de: Sie engagieren sich neben dem Fußball jetzt auch beim Fashion-Start-Up "Jaimie Jacobs". Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und was hat Sie überzeugt?

Rudy: Ja, das ist ein Start-Up aus München mit dem ich in meiner Bayern-Zeit in Kontakt getreten bin. Wir haben uns gegenseitig sofort als sympathisch empfunden und die Produkte, sowie das Konzept und die nachhaltige Qualität haben mir gefallen. Die hergestellten Geldbeutel fand ich sofort interessant, da ich im ersten Moment nicht verstanden habe, wie das funktioniert. Es ist kein gewöhnliches Portemonnaie. Das fand ich faszinierend und hatte ich so vorher auch noch nicht gesehen. Da liegt eine Zusammenarbeit nahe.

ran.de: Gibt es abgesehen von Fußball und Fashion noch Zeit fressende Hobbys bei Ihnen?

Rudy: Einiges! Ich spiele gerne Tennis und Golf. Ich darte regelmäßig. Das ist ein wichtiger Ausgleich.

ran.de: Mats Hummels verabschiedete Sie nach ihrem Schalke-Wechsel mit einem Instagram-Post, bei dem er andeutete es zu vermissen gegen Sie Karten zu spielen.

Rudy: Ja, richtig. Wir spielten häufig "Neunerln", eine ähnliche Version zu "Mau Mau". Ich muss jedoch ehrlich zugeben, dass er da häufiger siegreich war als ich. In anderen Spielen konnte ich ihn dann schlagen.

Das Interview führte Mike Stiefelhagen

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