Wolfsburg und Hoffenheim trennen sich 2:2 - Bildquelle: FIROFIROSIDWolfsburg und Hoffenheim trennen sich 2:2 © FIROFIROSID

Wolfsburg - Vier Tore, kein Sieger: Die Aufholjagd des VfL Wolfsburg in der Bundesliga hat einen leichten Dämpfer erhalten. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia führte zwar lange gegen die nun seit sieben Spielen ungeschlagene TSG Hoffenheim, doch am Ende trennten sich beide Teams mit 2:2 (2:1).

Andrej Kramaric sicherte den Kraichgauern mit seinem Ausgleichstreffer in der 72. Minute einen hochverdienten Punkt. Wolfsburg hatte die Partie zuvor dank ungewollter Mithilfe von TSG-Verteidiger Ermin Bicakcic gedreht.

Erst traf der Bosnier nach scharfer Hereingabe von VfL-Angreifer Daniel Ginczek per spektakulärem Flugkopfball ins eigene Tor (28.), dann fälschte er einen Ginczek-Schuss unhaltbar mit dem Rücken ab (31.). Hoffenheim war in einem unterhaltsamen Spiel durch Ishak Belfodil früh in Führung (4.) gegangen.

Wolfsburg zum dritten Mal ungeschlagen

Die Wölfe, die zuletzt die imposanten Serien von RB Leipzig (1:0/zuvor zehn Liga-Spiele unbesiegt) und Eintracht Frankfurt (2:1/zuvor zehn Siege in elf Pflichtspielen) beendet hatten, blieben zum dritten Mal hintereinander ungeschlagen. Nagelsmann hatte vor der Partie eine klare Marschroute vorgegeben. Da der Vorsprung auf die Niedersachsen zuletzt auf drei Zähler schmolz, sei es "ratsam, auswärts zu gewinnen, um sie auf sechs Punkte zu distanzieren". 

Die Hoffnung der Gäste auf den zweiten Sieg in Wolfsburg im elften Bundesliga-Jahr bekam schnell Nahrung. Ein Raunen ging durchs Stadion, als Torjäger Belfodil nach nur 100 Sekunden einen wunderschönen Konter über Joelinton und Andrej Kramaric mit einem satten Volleyschuss zur Hoffenheimer Führung abschloss.

Doch Wolfsburg ließ sich durch den frühen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen. Angeführt von Kapitän Josuha Guilavogui, der erstmals seit seinem Kreuzbandriss am 1. Spieltag wieder in der Startelf stand, suchten die Hausherren permanent den Vorwärtsgang - und kam zu Chancen. 

Hoffenheim stets gefährlich

Die Belohnung für einen engagierten Wolfsburger Auftritt kam nach einer guten halben Stunde per Doppelschlag. Erst landete ein Klärungsversuch von Hoffenheims Bicakcic aus fünf Metern im eigenen Tor, dann legte der agile Ginczek mit seinem vierten Saisontreffer sehenswert nach. Nach einem Traumpass von Admir Mehmedi fackelte der VfL-Angreifer nicht lange und drosch das Leder freistehend aus halbrechter Position ins Tor.

Und die Hoffenheimer? Die blieben vor 20.602 Zuschauern in der Volkswagen Arena stets gefährlich. Joelinton schoss nach einem Solo über den halben Platz über den Kasten (23.), Belfodil kam nach Querpass von Nationalspieler Nico Schulz einen Schritt zu spät (38.).

Im zweiten Abschnitt übernahmen die Gäste dann vollends das Kommando. Auf dicke Chancen musste Nagelsmann allerdings warten. Einzig ein Schlenzer von Kramaric (49.) und ein Versuch des eingewechselten Adam Szalai (67.) sorgten zunächst für Gefahr. Dann traf Kramaric doch noch.

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