Werder setzte sich souverän gegen Heidenheim durch - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDWerder setzte sich souverän gegen Heidenheim durch © PIXATHLONPIXATHLONSID

Bremen - Tempo, Lust - und reichlich Tore: Werder Bremen ist mit einem deutlichen Sieg ins Achtelfinale des DFB-Pokals gestürmt. Der sechsmalige Cupsieger gewann gegen den Zweitligisten 1. FC Heidenheim auch in der Höhe verdient mit 4:1 (4:1) und verschaffte seinem Trainer Florian Kohfeldt damit ein perfektes Dienstjubiläum.

Auf den Tag genau zwei Jahre nach Kohfeldts Beförderung zum Cheftrainer zündeten die Grün-Weißen in der ersten Halbzeit ein Offensivfeuerwerk und zeigten dem klassentieferen Kontrahenten von Beginn an die Grenzen auf. Für Heidenheim, in der vergangenen Saison wie auch 2016 bis ins Viertelfinale vorgedrungen, war der Traum von der nächsten Pokal-Überraschung schon nach gut einer Viertelstunde praktisch vorbei.

Milot Rashica (6.), Leonardo Bittencourt (11.), Davy Klaassen (18.) und Marco Friedl (41.) trafen für die Bremer. Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer sorgte mit einem verwandelten Handelfmeter (45.+1) für den Ehrentreffer für völlig überforderte Gäste.

Erlösung für Werder

Für Bremen kam der Sieg nach zuletzt vier Remis in der Liga einer kleinen Erlösung gleich. Zudem gelang den Gastgebern, die in der vergangenen Saison erst im Pokal-Halbfinale an Bayern München gescheitert waren, eine späte Revanche: Beim bislang einzigen Vergleich der beiden Teams, damals in der ersten Pokalrunde, siegte im Jahr 2011 der FCH.

"Wir werden mit der besten Mannschaft an den Start gehen und wollen das Spiel unbedingt gewinnen", hatte Werder-Coach Kohfeldt vor der Partie angekündigt - und hielt Wort. Mit einer furiosen Anfangsphase stellten die Bremer die Weichen vor 38.663 Zuschauern im Weserstadion schnell auf Sieg.

Stimmungsboykott von Ultragruppen

Wer glaubte, Werder würde im zweiten Durchgang einen Gang runter schalten, der sah sich schnell eines Besseren belehrt. Keine drei Minuten waren gespielt, da zwang Joshua Sargent Gäste-Keeper Vitus Eicher mit einem Kopfball zu einer Glanztat, wenige Sekunden später traf Verteidiger Michael Lang ebenfalls per Kopf die Latte. Erst danach wurde es ruhiger.

Wirbel gab es am Rande des Spiels um einen Streit in der Bremer Fankurve. Nach einem Polizeieinsatz kam es zu einem Stimmungsboykott von Ultragruppen, einige Zuschauer verließen daraufhin das Stadion.

"Ein genehmigtes Banner wurde heute entgegen der Absprachen an einem nicht genehmigten Ort aufgehängt", teilte Werder via Twitter mit: "Ordner wollten es entfernen und wurden von Werder-Fans attackiert. Ebenso unbeteiligte Besucher. Die Polizei ist daher eingeschritten und hat das Banner entfernt."

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