Erling Haaland traf mit Manchester City im Testspiel in Green Bay auf die Ba... - Bildquelle: Getty ImagesErling Haaland traf mit Manchester City im Testspiel in Green Bay auf die Bayern © Getty Images

München - Dokumentationen, die einen Blick hinter die Kulissen des Fußball-Geschäfts werfen, stehen gerade hoch im Kurs.

Das ist in Skandinavien nicht anders. Und wenn aus einem skandinavischen Land auch noch der derzeit wohl beste Stürmer der Welt kommt, dreht sich eine Doku auch schon mal um nur einen Spieler, oder genauer gesagt: nur um dessen Entscheidung für einen Wechsel.

"Haaland - The Big Decision" heißt eine Dokumentation, die beim skandinavischen Streamingportal "Viaplay" abgerufen werden kann.

Darin geht es - wie der Titel schon sagt - um die bedeutende Entscheidung von Erling Haaland, von Borussia Dortmund zu Manchester City zu wechseln.

Und tatsächlich liefert die Doku ein paar sehr interessante Einblicke in die Entscheidungsfindung des Norwegers.

Alfie Haaland erklärt Punktesystem

So erklärte Vater Alfie, der sich um die Karriere seines Sohnes kümmert, dass sich Erling anhand eines ausgefeilten Punktesystems am Ende für die "Citizens" und gegen den FC Bayern entschieden habe.

Im Februar, so wird verraten, seien noch sieben Vereine in der Verlosung um den begehrten Angreifer gewesen.

"Auf unserer Liste ist City meiner Meinung nach das beste Team", sagte Alfie Haaland damals. Der deutsche Rekordmeister "Bayern München ist die Nummer zwei".

Danach folgten Real Madrid auf Platz drei und Paris Saint-Germain auf Platz vier. Dazu kamen Liverpool, Chelsea und der FC Barcelona.

Dass sich die Haalands am Ende gegen die Bayern entschieden, lag vor allem an der Personalie Robert Lewandowski.

Die Frage, ob der betreffende Verein schon einen Mittelstürmer hat, floss nämlich genauso in die Überlegungen ein wie der Spielstil der Mannschaft, die Historie des Klubs sowie die Zuschauerkapazität des Stadions.

Haaland: "Bayern München bekommt nur einen Punkt"

"Eines der Kriterien ist, ob der Verein eine Nummer 9 braucht", sagte Haaland Senior im Frühjahr in der Dokumentation. "City ist in dieser Hinsicht eine 10 von 10. Bayern München bekommt dafür einen Punkt, sie brauchen keine Nummer 9. Sie haben ihren besten Spieler als Nummer 9."

Zwar haben sich die Haalands schon damals mit der Möglichkeit beschäftigt, dass der Pole München verlassen würde. Aber auch für diesen Fall hielten sie einen Wechsel zu den Bayern für "ziemlich umstritten".

Auch das Geld habe eine Rolle gespielt, so Erling Haaland in der Doku, wenn auch nicht die allergrößte.

"Das meiste Geld zu verdienen, das steht nicht im Vordergrund", sagte der 22-Jährige. "Aber man möchte so viel wie möglich verdienen. Wenn Sie 5.000 norwegische Kronen für eine Arbeit oder 10.000 für die gleiche Arbeit bekommen können, nehmen Sie die 10.000. Jeder würde das tun."

Er habe jedenfalls davon geträumt, Fußball zu spielen "und davon für den Rest meines Lebens zu leben", erklärte Haaland.

Bleibt Haaland bis 2027 bei Manchester City?

Das sollte er schon jetzt erreicht haben. Bis Vertragsende 2027 streicht der Norweger bei Manchester City jährlich geschätzte 30 Millionen Euro ein.

Ob er aber überhaupt bis 2027 bei den "Skyblues" bleibt, ist alles andere als sicher.

Denn Vater Alfie verriet in der Doku auch, dass sich sein Sohn am liebsten in allen fünf Top-Ligen Europas beweisen würde.

"Ich glaube, Erling will in allen Ligen seine Fähigkeiten austesten. Dann kann er maximal drei bis vier Jahre in jeder Liga bleiben. Er könnte zweieinhalb Jahre in Deutschland, zweieinhalb in England und dann in Spanien, Italien, Frankreich verbringen, oder?", sagte er lachend.

Doch ein Scherz war das nicht. Denn ernsthaft fügte er an: "Wir wissen nicht, ob es so sein wird, aber ich denke, er würde seine Fähigkeiten gerne in den großen Ligen testen."

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