Pep Guardiola entschuldigte sich nach den Fehlentscheidungen der Schiedsrich... - Bildquelle: 2019 Getty ImagesPep Guardiola entschuldigte sich nach den Fehlentscheidungen der Schiedsrichter. © 2019 Getty Images

Swansea - Schalke-Peiniger Manchester City darf dank der Treffsicherheit seines argentinischen Torjägers Sergio Agüero und zweier Fehlentscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns weiter von seinem ersten Triple im englischen Fußball träumen.

Der Tabellenführer der Premier League erreichte durch ein mühevolles 3:2 (0:2) bei Zweitligist Swansea City erstmals seit 2017 wieder das Halbfinale im FA-Cup.

Allerdings sorgten zwei äußerst umstrittene Pfiffe für viel Diskussionsstoff. Vor dem zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich durch Agüeros verwandelten Elfmeter war der Referee auf eine Schwalbe von Raheem Sterling reingefallen. Zudem übersah der Assistent eine Abseitsstellung Agüeros beim Siegtreffer.

Guardiola: "Möchte auf diese Weise nicht gewinnen"

City-Teammanager Pep Guardiola war nach dem schmeichelhaften Weiterkommen peinlich berührt und prangerte den fehlenden Video-Schiedsrichter an: "Überall in Europa gibt es den Videobeweis, hier nicht", sagte der Spanier. Das Kuriose dabei: Im FA Cup gibt es denn Video-Schiedsrichter - allerdings nur bei Heimspielen eines Erstligisten. Die Stadien der Zweitligisten sind nicht damit ausgestattet. 

"Ich möchte nicht auf diese Weise gewinnen. Es tut mir leid", führte Guardiola weiter aus.

Matt Grimes per Foulelfmeter (20.) und Bersant Celina (29.) hatten Swansea zunächst von der ersten Halbfinalteilnahme im ältesten Pokalwettbewerb der Welt träumen lassen.

Bernardo Silva (69.) brachte die Gäste Mitte der zweiten Hälfte wieder ins Spiel, ehe der in der 63. Minute eingewechselte Edeljoker Agüero (79.) per Elfmeter zunächst am Innenpfosten scheiterte. Der Ball sprang anschließend Swansea-Torwart Kristoffer Nordfeldt in den Rücken und von da ins Tor. Per Kopfball aus Abseitsstellung bewahrte Agüero dann kurz vor Schluss (89.) den Favoriten vor einer Blamage.

Enttäuschendes ManCity

Manchester enttäuschte über weite Strecken des Spiels. Auch die beiden deutschen Nationalspieler Leroy Sane, der in der 57. Minute ausgewechselt wurde, und Ilkay Gündogan hatten dem Premier-League-Absteiger lange Zeit wenig entgegenzusetzen.

Der englische Meister hatte Ende Februar das Ligapokalfinale gegen den FC Chelsea im Elfmeterschießen für sich entschieden. Am vergangenen Dienstag hatte ManCity den deutschen Vizemeister Schalke im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League mit 7:0 gedemütigt. Im Viertelfinale der Königsklasse trifft die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola auf Ligarivale Tottenham Hotspur.

Aus für Manchester United

Ausgeschieden ist hingegen Citys Stadtrivale Manchester United. Die Red Devils unterlagen beim Ligakonkurrenten Wolverhampton Wanderers 1:2 (0:0) und müssen auch die letzte nationale Titelchance begraben. Dem Team von Interimsmanager Ole Gunnar Solskjaer, dessen Verbleib über das Saisonende hinaus weiter unklar ist, bleibt somit noch die Chance auf den Gewinn der Champions League. Dort trifft United im Viertelfinale auf den FC Barcelona.

In Wolverhampton sorgten Raul Jimenez (70.) und Diogo Jota (76.) für den ersten Halbfinaleinzug der Wolves seit 21 Jahren. United präsentierte sich trotz hochkarätiger Aufstellung mit Stars wie Paul Pogba und Marcus Rashford über weite Strecken ungefährlich. Pokal-Torwart Sergio Romero rettete mehrfach glänzend. Rashfords Anschlusstreffer (90.+5) kam viel zu spät.

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