Neben einem von der UEFA-Verhängten Stadionverbot, hat auch die Stadt Lüttic... - Bildquelle: imago images/Jan HuebnerNeben einem von der UEFA-Verhängten Stadionverbot, hat auch die Stadt Lüttich ein Aufenthaltsverbot gegen Eintracht-Anhänger verhängt. © imago images/Jan Huebner

München/Lüttich - Für Fans von Eintracht Frankfurt gibt es vor dem Auswärtsspiel der Europa League bei Standard Lüttich schlechte Nachrichten. Die belgische Stadt hat für Fans des Bundesligisten ein Aufenthaltsverbot in der Innenstadt verhängt. Die Hessen bestätigten dies auf Twitter: "Die Stadt Lüttich hat Eintracht Frankfurt über das Polizeipräsidium Frankfurt eine Verbotsverfügung zukommen lassen.

Demnach ist es Eintracht-Fans ab sofort untersagt, sich im Stadtgebiet Lüttich aufzuhalten." Den Fans der Eintracht-Adler ist es demnach ab sofort und bis Freitag, den 8. November um 12 Uhr untersagt, sich im Stadtgebiet Lüttich aufzuhalten.

Dem Fußball-Bundesligisten wurde als Strafe für Fan-Ausschreitungen, zwei Auswärtsspiele ohne Zuschauer-Unterstüzung von der UEFA auferlegt. Der Erlass der Stadt Lüttich wurde laut Eintracht Frankfurt bereits am 18. Oktober ausgestellt und damit vor der Sanktionsentscheidung der UEFA. Den Hessen wurde der Erlass aber erst am gestrigen Montag zugestellt.

Der Erlass umfasst auch den Zugang zum Bereich des Lütticher Stadions und betrifft damit auch alle Eintracht-Anhänger, die im Besitz einer gültigen Eintrittskarte außerhalb des Gästeblocks sind. Alle, die es mit Frankfurt halten, können daher nur aus der Ferne ihr Team unterstützen.

Scharfe Kritik aus Frankfurt: "Hochgradig fragwürdig"

Eintracht Frankfurt hat die Verbotsverfügung der Stadt Lüttich wiederum heftig kritisiert: "Pauschale und unbestimmte Aufenthaltsverbote für ganze Städte aus dem bloßen Anlass eines Fußballspiels ohne konkrete Gefährdungslage zu verhängen, ist rechtlich hochgradig fragwürdig und mit unserer Auffassung von einem gemeinsamen europäischen Rechtsverständnis völlig unvereinbar", sagte Eintrachts Vorstandsmitglied Axel Hellmann.

Rechtsmittel könne der Klub aufgrund "der Kürze der Zeit" nicht gegen die Entscheidung einlegen. Hellmann riet den Fans deshalb, "der Verfügung zu entsprechen. Wer das Spiel oder die Stadt dennoch besucht, läuft Gefahr, abgewiesen zu werden und den Heimweg antreten zu müssen." Frankfurt muss auch beim letzten Gruppenspiel beim FC Arsenal am 28. November ohne seine Fans auskommen. Hellmann hatte zuletzt aber angekündigt, Einspruch gegen die Sanktion der UEFA einlegen zu wollen.

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