Javier Tebas ist Präsident der spanischen La Liga - Bildquelle: 2019 Getty ImagesJavier Tebas ist Präsident der spanischen La Liga © 2019 Getty Images

München - Javier Tebas, Präsident der spanischen La Liga, gilt seit längerer Zeit als einer der schärfsten Kritiker von Paris St. Germain. 

Dem Topklub der Ligue 1 wirft der 59-Jährige in einem Interview mit der "L'Equipe" vor, sich gegen das Financial Fairplay der UEFA zu widersetzen. Dieses Financial Fairplay sieht vor, dass Vereine für Transfers über einen gewissen Zeitraum nur jene Summe ausgeben dürfen, die sie auch einnehmen. Genau gegen diese Vorgaben soll aber PSG laut Tebas verstoßen haben. 

Tebas: PSG verzerrt den wirtschaftlichen Wettbewerb in Europa

"Ich kann den Betrug mit Blick auf das Financial Fairplay aufzeigen, mit Zahlen", erklärte Tebas, "das verzerrt den wirtschaftlichen Wettkampf im europäischen Fußball. Wie kann PSG erklären, dass die Mannschaft fast 600 Millionen Euro wert ist? Wenn sie die Ligue 1 gewinnen, verdienen sie nicht mehr als 45 Millionen Euro ... es ist unmöglich." 

Tebas gibt an, PSG-Boss Nasser al-Khelaifi angeboten zu haben, ihm die konkreten Zahlen und daraus resultierenden Verstöße gegen das Financial Fairplay aufzeigen zu können. Auf eine Antwort al-Khelaifis warte Tebas aber immer noch.

Ex-La-Liga-Stars Messi und Ramos wechselten zu PSG

Im Sommer 2021 verpflichtete PSG mit dem vormaligen Real-Kapitän Sergio Ramos und dem früheren Barca-Star Lionel Messi zwei Größen aus La Liga, die Tebas als Präsident vertritt. Eine mögliche Verbitterung darüber sei aber laut Tebas nicht der Grund, warum er sich einmal mehr öffentlich gegen PSG wendet. "Es fügt dem europäischen Fußball einfach großen Schaden zu. Ich bin nicht der einzige, der das sagt", erklärte Tebas sein grundsätzliches Problem mit dem französischen Hauptstadt-Klub der größtenteils mit Geld aus Katar finanziert wird. 

Im Bezug auf den FC Barcelona tritt Tebas hingegen als Verteidiger der hoch verschuldeten Katalanen auf. Er widerspricht sogar Angaben eine Vereinsoffiziellen, wonach der Klub aufgrund von einem Schuldenstand in Höhe von 1,35 Milliarden Euro vor einem Bankrott stand. Wenn dies der Wahrheit entsprechen würde, so Tebas, "hätte der FC Barcelona ja nicht mehr als 500 Millionen Euro leihen können."

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