Der italienische Spielerberater Mino Raiola zählt unter anderem Topstars wie... - Bildquelle: imago/ZUMA PressDer italienische Spielerberater Mino Raiola zählt unter anderem Topstars wie Manchester Uniteds Paul Pogba zu seinen Klienten. © imago/ZUMA Press

München/Rom - In der Fußball-Branche hat er einen Ruf wie Donnerhall. Doch die Klienten-Liste von Spielerberater Mino Raiola liest sich mit Namen wie Paul Pogba (Manchester United), Marco Verratti (Paris St. Germain), Matthijs de Ligt (Ajax Amsterdam) oder Gianluigi Donnarumma (AC Milan) bestens.

Daher ist es kein Wunder, dass der berüchtigte Spielerberater immer wieder in die lukrativsten Transfers der jeweiligen Wechselperioden involviert ist - allerdings nicht im Großteil der kommenden Transferperiode. 

FIFA verhängt Strafe gegen Raiola

Der mächtige Spielerberater Mino Raiola ist weltweit für drei Monate gesperrt worden. Der Weltverband FIFA gab am Freitagabend bekannt, dass er den vom italienischen Verband FIGC ausgesprochen vorläufigen Lizenzentzug gegen den 51 Jahre alten Italiener übernommen habe. Zuvor verhängte bereits der italienische Fußballverband FIGC gegen Raiola eine Sperre von drei Monaten, beginnend am 8. Mai.

Somit darf der Italiener in dieser Sommertransfer-Periode bis Mitte August nicht offiziell bezüglich Transfers seiner Klienten verhandeln.

Auch Minos Cousin Vincenzo Raiola ist von der Sperre betroffen, er darf für zwei Monate nicht als Spielerberater aktiv werden. 

Fall Scamacca für Sperre verantwortlich? 

Über die genauen Hintergründe der Sperre wurde bislang offiziell noch nichts bekannt, jedoch berichten italienische Medien, dass der Grund für die Sperre mit Sassuolo-Talent Gianluca Scamacca zu tun habe. Demnach habe der 20-Jährige im Sommer 2018 seinen damaligen Berater verlassen, weil er von Raiola und dessen Team abgeworben wurde und dies gegen die Richtlinien für Spielerberater in Italien verstoße.

Bittere Nachrichten für Raiola. Denn vor allem Ajax-Talent de Ligt dürfte bei zahlreichen europäischen Topklubs auf dem Zettel stehen und die Niederländer mit großer Wahrscheinlichkeit im Sommer 2019 verlassen. Zuletzt wurde der 19 Jahre alte Abwehrspieler immer wieder mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht, doch laut "Marca" droht dieser mögliche Deal zu scheitern, weil Raiola satte 20 Prozent der Ablösesumme als Provision verlangt haben soll. Mit seiner aktuellen Sperre sind die Verhandlungen nun so oder so erst einmal auf Eis gelegt. 

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