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München/Paris - In der 66. Minute des Ligaspiels gegen Stade Reims war es endlich so weit. Lionel Messi, der neue Superstar der Ligue 1, betrat erstmals im Trikot von Paris Saint-Germain den Rasen.

Tosender Applaus von den Rängen begleitete den Argentinier, der getrost als der größte Hoffnungsträger der Zukunft bezeichnet werden kann.

PSG: Messi soll Titel bringen

"Der Klub ist bereit, um alle Trophäen zu spielen. Es ist mein Ziel, mich weiterzuentwickeln und Titel zu gewinnen. Das ist der Grund, warum ich hier bin. Ich hoffe, wir können es möglich machen", machte der sechsfache Weltfußballer bei seiner Vorstellung keinen Hehl aus den Ambitionen.

Eine andere Zielvorgabe wäre beim Blick auf die Mannschaft auch eher peinlich. Denn neben dem ehemaligen Barca-Angreifer lockte PSG in diesem Sommer bekanntlich noch weitere Stars in die französische Hauptstadt.

Mit Gianluigi Donnarumma wurde einer der weltbesten Torhüter zum Nulltarif verpflichtet und könnte eine Ära zwischen den Pfosten prägen. Darüber hinaus schlossen sich auch Achraf Hakimi, Sergio Ramos und Georginio Wijnaldum den Franzosen an.

PSG: Nuno Mendes komplettiert Transfersommer

Mit der Last-Minute-Verpflichtung von Linksverteidiger Nuno Mendes hat Sportdirektor Leonardo zudem auch die letzte verbliebene Schwachstelle im PSG-Kader behoben. Der agile 19-Jährige gilt als eines der größten Abwehrtalente Europas und dürfte dem derzeitigen Stammspieler Abdou Diallo zeitnah Konkurrenz machen.

 

Einzig das Transfertheater um Kylian Mbappe sorgte für Unruhe. Der Stürmer wollte den Klub bekanntlich in der jüngst abgelaufenen Transferperiode Richtung Madrid verlassen, Präsident Nasser Al-Khelaifi lehnte am Deadline Day angeblich ein Real-Angebot in Höhe von 200 Millionen Euro ab. Nun bleibt der französische Nationalspieler vorerst - und soll eine Schlüsselrolle beim Gewinn der Champions League einnehmen.

PSG: Nasser Al-Khelaifi schielt auf den CL-Titel

Denn das Titel-Versprechen, das Al-Khelaifi nach dem verlorenen Finale gegen den FC Bayern München im August 2020 gab, konnte auch in der vergangenen Saison nicht erfüllt werden. Nun ist allerdings die Zeit gekommen, in der das Starensemble und Trainer Mauricio Pocchettino liefern müssen.

 

"Kennen Sie einen Trainer, der mit seinem Kader komplett zufrieden ist? Vielleicht Pocchettino, aber sonst keiner", sagte Roma-Coach Jose Mourinho vor einigen Tagen auf einer Pressekonferenz.

PSG: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Die Worte des Portugiesen spiegeln ziemlich treffend wider, wie die Zusammenstellung der Mannschaft auf die Fußballwelt wirkt. Kein Team kann auf derartige Individualisten zurückgreifen. Die französische Zeitung "L'Equipe" hat Mitte August die kolportierten Gehälter der Mannschaft zusammengefasst, am Ende kamen fast 300 Millionen Euro zusammen.

Bei diesen Ausgaben und in Anbetracht des Spielermaterials, zu dem neben den Neuzugängen auch arrivierte Kräfte wie Marco Verratti, Angel Di Maria, Neymar und Marquinhos gehören, bedarf es weder großer Überlegungen, noch Diskussionen. Waren in den vergangenen Jahren noch die nationalen Titel Pflicht und die Champions League die Kür, gilt das in dieser Saison nicht mehr.

Mit diesem Kader muss es das Triple werden. Ansonsten wird die Stimmung der Anhänger wohl schnell in eine andere Richtung umschlagen - und das zurecht.

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