Cristiano Ronaldo könnte zum teuren Problem werden - Bildquelle: gettyCristiano Ronaldo könnte zum teuren Problem werden © getty

München/Turin – Ein Komet ist auf der Fußball-Welt aufgeschlagen! Cristiano Ronaldo verlässt Real Madrid und schließt sich Juventus Turin. Der Weltfußballer schließt wohl seinen letzten großen Vertrag ab – und genau das ist das Problem für seinen neuen Klub.

112 Millionen Euro Ablösesumme, dazu 30 Millionen Gehalt per annum bei einem Vierjahresvertrag – das Paket, das Juve stemmen muss, ist gewaltig! Ohne hochkarätige Abgänge wird der Mega-Transfer nicht zu finanzieren sein. Alles für einen 33-Jährigen Ausnahmekönner im Abend der Fußball-Karriere.

Schon enorme Transferausgaben 2018

Der italienische Meister muss sich nun mit dem "Financial Fairplay" beschäftigen. Juventus hat bereits den im Vorjahr vom FC Bayern ausgeliehenen Douglas Costa verpflichtet. Hinzu kommen Rechtsverteidiger Joao Cancelo (FC Valencia) sowie Keeper Mattia Perin (FC Turin). Mit Ronaldo macht das knapp 200 Millionen Euro auf der Ausgabenseite.

Heißt: Will Juventus keine Strafe riskieren, müssen Top-Stars wie die jungen Paul Dybala (24), Federico Bernardeschi (24) oder Leistungsträger wie Gonzalo Higuain oder Miralem Pjanic definitiv gehen, allein schon um Ronaldos Gehalt abzudecken.
Der Verein bringt sich so unnötig in Bedrängnis, aktuelle und vor allem zukünftige Stützen eines funktionierenden Teams abzugeben, um einen reinen Marketing-Deal abzuschließen. Das zeugt nicht nur von wenig Weitsicht, sondern wirkt auch noch gierig! Denn Sponsoren und Werbepartner freuen sich wohl am meisten über den Transfer.

Die wahren Gewinner sind Ronaldo und Real Madrid

Ronaldo ist 33 Jahre alt. Sicherlich ist der portugiesische Ausnahmekönner nicht mit "normalen" Fußballern zu vergleichen, doch das Alter wird auch ihn früher oder später einholen. Bereits in den letzten Spielzeiten änderte Ronaldo seinen Stil: wesentlich weniger Sprints, nicht mehr Vollgas um jeden Preis. Die taktisch geprägte Serie A wird ihm da entgegenkommen.

Real Madrid bekommt frisches Geld, um sich einen neuen Star zu kaufen. Wenn es für Juventus ganz dumm läuft, bedient sich der Champions-League-Sieger sogar bei den Norditalienern.

Zu denken: "Ronaldo ist da, jetzt ist Juventus ein Top-Favorit auf Europas Krone", ist zu einfach. Wenn Stützen wie Dybala oder Higuain gehen, büßt Turin auf Jahre sportliche Qualität ein. Und sieht am Ende vielleicht zu, wie Real mit neuen Stars schon wieder den Henkelpott hochhält. Finanziert von Juves Geld.

Dominik Kaiser

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