- Bildquelle: imago/blickwinkel © imago/blickwinkel

München - Der Amateurfußball schreibt immer noch die besten Geschichten. Und die kuriosesten.

Ein 43:0? Gab es schon. In diese Reihe gesellt sich nun die SpVg Niederndorf. Die Reserve wohlgemerkt. Kreisliga D. Tiefer geht es in den Niederungen des deutschen Fußballs nicht.

37 Uebachs im Verein

Doch die Mannschaft sorgte am vergangenen Freitag für ein Unikum. Denn der komplette Kader für das Spiel gegen den 1. FC Littfeld II hatte lediglich einen einzigen Nachnamen: Uebach. Was sich wie ein schlechter Scherz anhört, ist zwar wie so vieles in den Kreisligen der Republik aus einer Bierlaune heraus entstanden, war aber keine Unmöglichkeit. Immerhin gibt es sage und schreibe 37 Kicker in dem Klub, die diesen Namen tragen.

Entstanden ist die Idee der Zusammenführung im vergangenen Jahr auf der Altenherren-Abschlussfahrt, bei mehreren alkoholischen Getränken. Am Ende wurden 15 Uebachs aus der A-Jugend, der 1. und 2. Mannschaft und den Alten Herren für das Spiel zusammengeführt.

Die Aktion sprach sich im Siegerland herum, zahlreiche Medien waren vor Ort, als die Uebachs erstmals zusammen auf dem Platz standen. 700 Zuschauer hatten sich eingefunden, etwa 50 davon selbstverständlich mit dem Namen Uebach. "Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet", sagte Trainer Markus Uebach.

Die Beflockung der von einem Sponsor mit dem Namen Uebach bereitgestellten Trikots bereitete ebenso wenig Probleme wie der Einlauf der Uebachs. Als der "Stadionsprecher" die Aufstellung verkündete, konnten selbst spontane Schaulustige die Nachnamen der ersten Elf mitschmettern.

Niederndorf im Uebachtal mit dem Uebach

Alle Uebachs sind allerdings nicht miteinander verwandt. Aber dass in Niederndorf ein Großteil der Einwohner Uebach heißt, ist wenig verwunderlich. Niederndorf liegt im Uebachtal, außerdem fließt der Uebach durch den Ort. Eine Uebachstraße gibt es natürlich auch, und dass dort zahlreiche Uebachs wohnen, überrascht an dieser Stelle wohl auch niemanden mehr. "Ob jetzt noch blaues Blut in unseren Adern fließt, weiß ich nicht, aber es ist wirklich kein Scherz", sagte Markus Uebach fussball.de.

"Ich habe vier Tore geschossen. Insgesamt haben wir glaube ich elf gemacht. Haben wir elf gemacht?", fragte Jan Uebach nach dem Sieg. In der Tat, 11:3 gewann Niederndorf das ungewöhnliche Spiel. Zumindest bei den Torschützen gab es keine zwei Meinungen, sondern nur einen Namen: Uebach.

Du willst die wichtigsten Fußball-News direkt auf dein Smartphone bekommen?     Dann trage dich für unseren WhatsApp-Service ein.

Fußball-Bildergalerien

TOP Spiele International