DFB und DFL arbeiten zusammen an Sicherheitskonzepten - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDDFB und DFL arbeiten zusammen an Sicherheitskonzepten © PIXATHLONPIXATHLONSID

Frankfurt/Main - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) haben vor der Innenministerkonferenz in Kiel nochmals unterstrichen, im engen Dialog mit allen Netzwerkpartnern auch in Zukunft an Konzepten für mehr Sicherheit rund um den Fußball in Deutschland zu arbeiten. Die Bekämpfung der Ursachen von Gewalt und Diskriminierung sei und bleibe eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der sich der Fußball seit vielen Jahren beteilige und für die er sich auch in Zukunft nachhaltig engagieren werde, hieß es in einer Presseerklärung.

Gleichzeitig gab es vonseiten der Verbände nochmals ein "klares Nein des Fußballs zu jeder Form von Gewalt". Auf der Innenministerkonferenz wird auch über das Thema Kostenübernahme von Polizei-Einsätzen durch den Profifußball diskutiert.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte Ende März festgestellt, dass die Beteiligung des Profifußballs an Polizeikosten grundsätzlich rechtmäßig sei. Der konkrete Rechtsstreit zwischen der DFL und der Hansestadt Bremen über den Gebührenbescheid über 415.000 Euro wurde von Richter Wolfgang Bier an das Oberverwaltungsgericht (OVG) Bremen zurückverwiesen.

"DFB und DFL stehen dabei weiter und aus grundsätzlicher Überzeugung zu der zuletzt auch vom hessischen Innenminister Peter Beuth geäußerten Ansicht, dass es nicht in der Verantwortung des Fußballs liegt, für die Kosten öffentlicher Sicherheit durch Polizeieinsätze aufzukommen", betonten DFB und DFL.

Die Verbände unterstrichen nochmals ihre deutliche Position gegen Gewalt, dabei gelte es, "die an vielen Stellen bereits etablierte und erfolgreiche Arbeit für mehr Sicherheit im Zusammenspiel mit allen Beteiligten zu optimieren". Seit vielen Jahren sei in unterschiedliche Bereiche der Präventions-, Fan- und Sicherheitsarbeit investiert worden, so DFB und DFL. 

Dazu zähle die Finanzierung der bundesweiten Fanprojekte, die sozialpädagogische Fanarbeit leisteten. Hinzu kommen seitens der Vereine hohe Ausgaben für Präventionsarbeit und Investitionen in die Sicherheitsinfrastruktur der Stadien. 

Ein weiterer positiver Ansatz seien in diesem Kontext die praktizierten "Stadionallianzen" in Baden-Württemberg. "Über eine deutliche Intensivierung der Zusammenarbeit von Vereinen und Sicherheitsbehörden konnten Reduzierungen von Polizei-Einsatzstunden erreicht werden", schrieben DFB und DFL.

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