U-21-Nationaltrainer Stefan Kuntz begeistert sich nicht nur für Fußball, son... - Bildquelle: 2018 Getty ImagesU-21-Nationaltrainer Stefan Kuntz begeistert sich nicht nur für Fußball, sondern auch für die NFL. © 2018 Getty Images

München - Für den deutschen U-21-Nationaltrainer Stefan Kuntz, der seine Mannschaft nach 2017 nun im Sommer 2019 erneut zum EM-Titel führen will, bleibt offenbar in der Freizeit noch genügend Raum für weitere sportliche Interessen.

Im exklusiven Interview mit ran.de erklärt der 56-Jährige, woher sein Interesse für American Football rührt und wie es überhaupt dazu kam, dass er Fan der NFL wurde. 

 

ran.de: Sie beschäftigen sich als deutscher U21-Bundestrainer nicht nur intensiv mit Fußball, sondern schauen sich in Ihrer Freizeit auch gerne American-Football-Spiele aus der US-amerikanischen Profiliga NFL an. Woher kommt Ihr Interesse an diesem Sport?

Kuntz: Ich war 1986 im Urlaub in Kanada und die Kinder unseres Bed&Breakfasts hatten im Garten einen Football rumliegen, den sie sich immer zugeworfen haben. Da packte mich der Ehrgeiz und ich wollte auch unbedingt lernen, wie man dieses Ei möglichst gerade fliegen lässt. Und seitdem hat mich dieser Sport begeistert. Ich komme noch aus der Zeit eines Joe Montana, wobei ich natürlich auch Tom Brady kenne. Wenn es die Zeit zulässt, schaue ich mir auch immer die ranNFL-Übertragungen auf ProSieben MAXX an. Ich bin also durchaus Fan, auch wenn ich nicht alles verstehe. Und sind wir in Sachen American Football nicht alle ein bisschen geprägt von dem Filmklassiker "Sie nannten ihn Mücke" mit Bud Spencer? (lacht)

ran.de: Schauen Sie nur die Playoffs und den Super Bowl oder sitzen Sie auch schon bei den Spielen der Regular Season vor dem Fernseher?

Kuntz: Wenn ich es schaffe, bleibe ich auch mal in der Regular Season länger wach. Aber die größte Faszination löst bei mir der Super Bowl aus. Es ist wirklich so, dass wenn ich mir auf der ganzen Welt ein Sportereignis aussuchen könnte, welches ich live vor Ort erleben darf, wäre es definitiv dieses unglaubliche Sportereignis.

ran.de: Was ist Ihr Lieblingsteam? Und warum?

Kuntz: Wie heißt nochmal das Team aus "Sie nannten ihn Mücke"? (lacht)

ran.de: Was können Fußballer vielleicht noch von Footballern lernen?

Kuntz: Ich denke, dass American Football aufgrund seiner feststehenden Spielzüge etwas ausrechenbarer ist, als der Fußball. In unserem Sport muss man oftmals auf Zufälligkeiten reagieren. Aber diese Aufteilung in Offensive Coordinator und Defensive Coordinator finde ich schon extrem interessant. Und auch, wie man diese 52 Spieler im Kader zu einer Mannschaft formt und ihnen den richtigen Teamgeist vermittelt, ist sicherlich eine komplexe Aufgabe. Ich würde mir solche Trainingseinheiten eines NFL-Teams sehr gerne mal live vor Ort anschauen, um mir selbst ein Bild davon zu machen.

ran.de: Haben Sie vielleicht auch mal überlegt American Football zu spielen? Vielleicht als Kicker?

Kuntz: Nein, nicht wirklich. Bei der Vorstellung, dass mir diese Jungs in ihrer Football-Ausrüstung gegenüberstehen, ging mir immer durch den Kopf, dass meine Karriere schon vorbei ist, bevor ich überhaupt den Ball berührt habe. (lacht)

Das Interview führte Dominik Hechler

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