Diego Godin, Andoine Griezmann und Lucas Hernandez werden Atletico Madrid im... - Bildquelle: GettyDiego Godin, Andoine Griezmann und Lucas Hernandez werden Atletico Madrid im Sommer verlassen. Weitere Stars könnten folgen. © Getty

München - Lucas Hernandez ist bereits weg. Antoine Griezmann steht unmittelbar vor einem Wechsel. Kapitän Diego Godin wird den Verein ebenfalls verlassen. Um etliche weitere Stars gibt es heiße Wechselgerüchte. Atletico Madrid droht ein Ausverkauf – und zwar im ganz großen Stil.

Dass Top-Stars bei den Rojiblancos auf der Verkaufsliste stehen, ist wahrlich nichts Neues. Man denke nur an die Wechsel berühmter Namen wie Diego Costa, Fernando Torres, Sergio Aguero oder David de Gea. Bei solch prominenten Namen lohnt sich doch ein genauerer Blick auf die Transferhistorie des Klubs.

Atletico ist berühmte Abgänge gewohnt

Beginnen wir im Jahr 2013: Zur damaligen Saison musste der Klub den Abgang des damaligen Weltklasse-Stürmers Falcao verkraften. Der Kolumbianer schloss sich damals für 43 Millionen Euro der AS Monaco an.  Ein Jahr später verließen dann mit Diego Costa und Filipe Luis prompt die zwei nächsten absoluten Stammkräfte den Klub in Richtung FC Chelsea. Erlös: 58 Millionen Euro. Diese wurden aber clever reinvestiert. In dieser Saison kamen nämlich Antoine Griezmann, Mario Mandzukic, Jan Oblak, und Angel Correa zu Atletico. Alle wurden zu Leistungsträgern, bis auf Mandzukic kicken alle aktuell noch in Madrid.

Über die folgenden vier Transferfenster folgten noch die Abgänge von Arda Turan, Mandzukic, Toby Alderweireld, Theo Hernandez, Yannick Carrasco, Sime Vrsaljko und Kevin Gameiro. Es fällt auf: Viele Stars sind über die vergangenen Jahre gegangen. Jedoch musste Atletico nie wirklich mehrere Star-Abgänge in einer Saison verkraften. Das wird sich in dieser Sommerpause nun definitiv ändern.

Griezman, Godin und Hernandez bereits weg

Denn zumindest bei Dreien steht ein Wechsel schon fest. Größter Name ist sicherlich Antoine Griezmann. Der französische Weltmeister verkündete erst vor kurzem, dass er Atletico nach fünf Jahren verlassen wird. Griezmann ist der Kopf der Offensive des spanischen Top-Klubs. Er gehört zu den absoluten Leistungsträgern im Team von Trainer Diego Simeone. Schon lange wird der 28-Jährige mit anderen Spitzenklubs in Verbindung gebracht. Nun will Griezmann – trotz seines erst im letzten Sommer verlängerten Vertrages – eine neue Herausforderung. Als Favorit auf eine Verpflichtung gilt der FC Barcelona.

Ein wesentlicher Grund für den Abgang Griezmanns soll der Abschied von Abwehrchef und Kapitän Diego Godin sein. Der Uruguayer spielte seit 2010 für den spanischen Hauptstadt-Klub, war zuletzt Kapitän der Truppe und gilt als enger Vertrauter von Griezmann. Nun, nach neun Jahren, ist also Schluss. Den 33-Jährigen soll es in Richtung Inter Mailand ziehen.

Dritter fixer Abgang: Lucas Hernandez. Und auch der Franzose ist eine echte Identifikationsfigur des Vereins. Schließlich durchlief der 23-Jährige die Jugendteams des Vereins, arbeitete sich bis in den Profi-Kader hoch. Mittlerweile gehört der Weltmeister von 2018 – wenn er nicht verletzt ist – zum Stammpersonal, ist variabel in der Innenverteidigung und auf den defensiven Außenbahnen einsetzbar und gleichzeitig dank seines Weges auch ein riesiges Vorbild für junge Talente. Wohl wegen dieser ganzen Punkte macht der FC Bayern Hernandez nun im Sommer auch zu seinem Rekordtransfer und lässt sich seine Dienste 80 Millionen Euro kosten.

Heiße Gerüchte um Rodri und Co.

Und es könnte nicht nur bei diesen drei Transfers bleiben. Viele weitere wichtige Spieler stehen auf der Abschussliste. Zu aller erst zu nennen wäre da sicherlich Rodrigo. Der spanische Nationalspieler kam zwar erst vor der aktuellen Saison zu Atletico Madrid, avancierte aber direkt zur festen Größe im Kader von Diego Simeone. Nun sollen einige Top-Klubs Interesse daran haben, die Ausstiegsklausel über 70 Millionen zu ziehen. Darunter wohl auch der FC Bayern und Manchester City.

Neben Rodrigo sind noch weitere Namen in der Verlosung. So hat Rechtsverteidiger Juanfran wohl ein neues Vertragsangebot abgelehnt. Sein Pendant gegenüber, Filipe Luis, wird auch als heißer Abwander-Kandidat gehandelt. Der Brasilianer sagte zwar, er würde gerne bleiben, hat aber noch kein neues Vertragsangebot. Und auch Diego Costa ist immer wieder Thema in Wechsel-Gerüchten.

Wie werden die Abgänge kompensiert?

Bisher konnte Atletico seine Abgänge stets auffangen. Ein Grund dafür, dass die Madrilenen dies bewerkstelligten, ist aber auch, dass nie wirklich viele große Namen auf einmal gewechselt sind. Viele Führungsspieler blieben dem Verein trotz großer Angebote aus dem Ausland treu. Aber genau das scheint sich nun im Sommer zu ändern.

Spannend ist dabei, wie Atletico diese ganzen großen Namen nun ersetzen möchte. Ein vages Gerücht war zuletzt, dass Paulo Dybala als Griezmann-Ersatz verpflichtet werden könnte. Auch Namen wie Richarlison oder Nicolas Otamendi kursierten schon rund um den Verein. Konkret schien allerdings noch nie ein Gerücht davon zu sein. Stattdessen soll sich der Verein auch viel mit Spielern mit einem niedrigeren Bekanntheitsgrad, wie Stuttgarts Ozan Kabak oder den aktuell an Hertha verliehenen Marco Grujic beschäftigt haben.

Kein Grund zur Sorge

Es gibt aber auch Gründe, das ganze mal positiv zu sehen. Zum einen hat Atletico definitiv ein Talent, Spieler, die den Verein verlassen haben, später zurückzuholen. Die drei bekanntesten Namen hierfür sind sicherlich Diego Costa, Filipe Luis und Fernando Torres. Zum anderen schaffen die Rojiblancos es wohl so gut wie nur wenige weitere Vereine, aus jungen Talenten oder eigenen Jugendspielern Stars zu machen. In diese Kategorie fällt nicht nur ein Lucas Hernandez. Auch Stars wie Thomas Partey, Keeper Jan Oblak, Innenverteidiger Jose Gimenez, Saul Niguez oder Koke fallen darunter – und dies sind nur die Spieler, die aktuell im Kader des Vereins stehen.

Klar, der Abgang von Griezmann und Co. wiegt zunächst definitiv schwer. Aber mal ehrlich: Wer, wenn nicht Atletico Madrid könnte es schaffen, gerade solch herbe Verluste auf ihre Art und Weise wieder aufzufangen? Ein Grund für Sorgenfalten sollte bei den Fans der Madrilenen also zunächst nicht bestehen.

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4Valencia CFValencia CFValenciaVCF381516751:351661
5Getafe CFGetafe CFGetafeGET381514948:351359
6Sevilla FCSevilla FCSevillaSEV381781362:471559
7Espanyol BarcelonaEspanyol BarcelonaEspanyolESP3814111348:50-253
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