Der frühere Münchner Arturo Vidal ist beim FC Barcelona zumeist nur als Joke... - Bildquelle: 2018 Getty ImagesDer frühere Münchner Arturo Vidal ist beim FC Barcelona zumeist nur als Joker gefragt © 2018 Getty Images

Barcelona/München - Dieses eine Mal war wohl das eine Mal zu viel. Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Valencia platzte offenbar der ganze Frust aus Barcelonas Neuzugang Arturo Vidal auf einmal heraus.  

"Mit Verrätern musst du nicht kämpfen, sie erhängen sich selbst", schrieb der offenbar frustrierte Edel-Reservist auf "Twitter", nachdem er mal wieder 90 Minuten auf der Bank ausharren musste und löschte diesen Tweet kurze Zeit später auch schon wieder. 

Tadel vom Manager

Dennoch hat diese emotionale, aber unüberlegte Aktion für den Chilenen nun ein Nachspiel. Der Nationalspieler kassiert einen öffentlichen Rüffel von Barcas Manager Pep Segura.

"In einem so großen Klub wie Barca mit all den Top-Profis, weiß Vidal, dass er einen Fehler gemacht hat, dass es ihm an Respekt gegenüber seinen Teamkollegen gemangelt hat und ich bin mir sicher, dass er das richtig stellen wird", sagte Segura der spanischen Zeitung "Sport". "Wir wissen, dass er sich bewusst ist, dass diese Tweets ihm mehr Schaden zugefügt haben als irgendjemand anderem", legte Segura bei "Mundo Deportivo" nach. Zu den Spekulationen, wonach sich Vidals Tweet vor allem gegen Barca-Coach Ernesto Valverde richtete, äußerte sich Segura hingegen nicht. Kurios: Für seinen Tweet bekam Vidal übrigens Zustimmung aus den eigenen Reihen. So markierte Mitspieler Marc-Andre ter Stegen den Verräter-Spruch auf Instagram mit einem Like.

Vidal nur Teilzeit-Arbeiter

Hinter Vidals emotionalem Ausbruch dürfte seine sportlich bescheidene Perspektive in Barcelona stecken. Denn unter Coach Valverde gehörte der 31-Jährige seit Saisonbeginn fast nie zur Startformation des amtierenden spanischen Meisters. Bislang ist der Chilene aufgrund der prominenten Konkurrenz um Ivan Rakitic, Sergio Busquets oder Neuzugang Arthur - wenn überhaupt - als Joker gefragt. 

In Meisterschaft, Champions League und spanischem Supercup kam Vidal insgesamt auf nur 176 Einsatz-Minuten - offenbar zu wenig für den Geschmack des früheren Bayern- und Juventus-Stars. In den Liga-Heimspielen gegen Girona (2:2) und Athletic Bilbao (1:1) stand Vidal sogar zwei Mal in der Anfangsformation, musste jedoch jeweils noch vor der 60. Minute wieder vom Feld. So wirklich rund läuft es aber auch ohne Vidal bei den Katalanen in der Saison 2018/19 noch nicht. Nach vier Siegen zum Auftakt, gab es zuletzt in vier La-Liga-Spiele in Serie keinen weiteren Barca-Erfolg mehr zu bejubeln (drei Unentschieden, eine Niederlage). Mit 15 Punkten liegt Barcelona nach acht Spielen auf Platz 2 hinter dem FC Sevilla (16 Punkte).

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