Soll nicht nur bei Eintracht Frankfurt, sondern jetzt auch bei der deutschen... - Bildquelle: GettySoll nicht nur bei Eintracht Frankfurt, sondern jetzt auch bei der deutschen U21 für Furore sorgen: Ansgar Knauff © Getty

München – Es war vor acht Jahren, als der kleine Ansgar bei einem Jugend-Fußballturnier im niedersächsischen Göttingen alle mit seinen Künsten am Ball verzauberte. Der damals Zwölfjährige dribbelte, rannte und trickste sich sogar so sehr in die Herzen der Zuschauer, dass er am Ende zum "Spieler des Turniers" gekürt wurde.

Die Pokalübergabe für diese besondere Auszeichnung übernahm dann kein geringerer als der damalige Chefcoach von Borussia Dortmund, Jürgen Klopp. Eine schicksalhafte Begegnung? Möglicherweise! Denn nur zwei Jahre nach diesem Treffen in Göttingen wechselte der dann 16-jährige Ansgar Knauff in die Jugendakademie des BVB und teilte sich dort ab sofort das Zimmer mit einem gewissen Youssoufa Moukoko.

Knauff und Moukoko waren Zimmernachbarn

Beide einte in diesen Tagen ein großer Traum, wie Knauff in einer Dokumentation über die Dortmunder Talentschmiede verrät: "Wie geil wäre es eigentlich, wenn wir uns selbst mal bei FIFA spielen könnten. Klar, das ist ein hohes Ziel, aber man sollte immer daran glauben." Sechs Jahre später, im Jahr 2022, kann mit Fug und Recht behauptet werden: Ziel erreicht.

Sowohl Moukoko, als auch Knauff können von den Zockern dieser Welt mittlerweile bei FIFA per Controller gesteuert werden. Doch das reicht Knauff natürlich nicht aus. Er will auch als physischer Fußballer in der Realität weiterkommen, seinen Weg gehen. Dafür hat sich der mittlerweile 20-Jährige in der vergangenen Winterpause vom BVB für 1,5 Jahre zur Frankfurter Eintracht ausleihen lassen. Ein Schritt, der immer mehr Früchte trägt.

Ansgar Knauff: Immer mehr Einsatzzeiten bei der Eintracht

Denn der pfeilschnelle Knauff bekommt auf der rechten Offensivseite der Hessen immer mehr Einsatzzeiten und sorgte mit dem Team zuletzt nicht nur in der Europa League für Furore. Im Viertelfinale geht es für Knauff und Co. nun gegen den großen FC Barcelona. Ein Duell, auf das sich sicherlich nicht nur der deutsche U21-Nationalspieler freut.

"Es läuft aktuell sehr gut für mich", fasst Knauff die vergangenen Wochen sichtlich zufrieden zusammen. "Ich bin sehr gut im Spielfluss, das Team hat mich sehr gut aufgenommen und wir haben gemeinsam in den letzten Wochen eine richtig gute Entwicklung genommen. Wir haben als Mannschaft top Spiele abgeliefert, gute Ergebnisse erzielt und die ganze Stadt freut sich jetzt zurecht in der Europa League auf das besondere Viertelfinale gegen den FC Barcelona. Das kann alles also sehr gerne so weitergehen."

Knauff bleibt ehrgeizig

Nach dem letzten Satz kann sich der 20-Jährige ein verschmitztes Grinsen nicht verkneifen. Klar, Knauffs Welt ist im Moment wahrlich rosarot. Es läuft einfach. Und ein Ende der Fahnenstange scheint längst noch nicht erreicht zu sein. Knauff will sich weiterentwickeln, ist ehrgeizig.

"Ich kann auf der Halbposition spielen, aber auch als Schienenspieler agieren. Es ist wichtig für meine persönliche Entwicklung, auf verschiedenen Positionen eingesetzt zu werden, damit ich noch variabler werde", erklärt Knauff, der ergänzt, dass "das Ziel der Leihe nach Frankfurt war, dass ich mehr Spielanteile bekomme. Und das funktioniert prima. Ich bin gut im Rhythmus und im Flow. Die vergangenen Wochen machen definitiv Lust auf mehr".

U21-EM-Quali mit den DFB-Junioren im Fokus

Jetzt spielt die Eintracht aber erst einmal eine Nebenrolle. Für Knauff steht in den nächsten Tagen die deutsche U21-Nationalmannschaft im Fokus. Und da müssen in der U21-EM-Qualifikation gegen Lettland (Fr., ab 17:45 Uhr live auf ProSieben MAXX und ran.de), sowie in Israel (Di., ab 16:30 Uhr live auf ProSieben MAXX und ran.de) dringend Punkte her. Denn in der Quali-Gruppe geht es an der Spitze eng zu, jeder Punktverlust kann am Ende entscheidend sein – und die DFB-Junioren wollen sich bestenfalls direkt für die Endrunde im Jahr 2023 qualifizieren.

Knauff will als aktueller Stammspieler in der Bundesliga selbstverständlich vorneweg gehen, die Rolle des Führungsspieler einnehmen. "Ich werde wie immer mein Bestes geben und mich so gut es nur geht einbringen", verspricht der 20-Jährige. "Wir haben auch trotz der vielen Ausfälle einen Top-Kader und ich bin überzeugt davon, dass wir überaus erfolgreich sein können, wenn wir fokussiert an die Aufgaben heran gehen."

Knauff bedauert Moukokos erneuten Ausfall

Dass sein ehemaliger Zimmernachbar Moukoko auch dieses Mal verletzungsbedingt nicht bei der deutschen U21 mit dabei sein kann, bedauert Knauff. "Das ist total schade für Youssoufa. Er ist seit einem Jahr vom Pech verfolgt, musste immer wieder verletzt absagen oder wieder abreisen, obwohl er schon beim Team war. Das tut mir extrem leid für ihn, weil ich weiß, wie ehrgeizig er ist und wie gerne er vor allem für Deutschland spielt. Auch ihn selbst ärgert diese ganze Situation sehr."

Umso motivierter werden Knauff und Co. sein, die deutsche U21-Nationalmannschaft in Abwesenheit von Moukoko in den kommenden zwei Quali-Spielen mit möglichst zwei Siegen näher an die U21-EM-Teilnahme zu schießen. Denn allerspätestens dann, sollte das BVB-Talent ja wieder mit von der Partie sein.

Dominik Hechler

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