Hoffnungsträgerin für Nigeria: Asisat Oshoala. - Bildquelle: imago images / DeFodiHoffnungsträgerin für Nigeria: Asisat Oshoala. © imago images / DeFodi

München – Wäre es nach ihren Eltern gegangen, wäre womöglich alles ganz anders gelaufen. Ganz sicher wäre Asisat Oshoala heute nicht der Superstar der nigerianischen Fußballerinnen. Beziehungsweise Superstar eines ganzen Kontinents.

Denn sie hatte sich über das Verbot ihrer Eltern hinweggesetzt. Was für sich genommen schon sehr mutig ist, denn sie wuchs in schwierigen Verhältnissen auf.

"Komme aus einem schwierigen Milieu"

"Ich komme aus einem schwierigen Milieu, wo man nicht das Recht hat, seine Träume zu verfolgen", sagte Oshoala. "Wir haben diese Mentalität, dass Frauen keine Sportkarriere machen sollten."

Sie wiederum hat die Mentalität, ihr Ding durchzuziehen, sich gegen die Widerstände durchzusetzen. Ein Dickkopf mit einer Menge Talent. Das setzt sich auf dem afrikanischen Kontinent nur leider nicht immer durch. 

Doch mit 15 Jahren hatte sie beim FC Robo die Chance auf eine Karriere im Fußball, diese Möglichkeit, von der so viele träumen. Sie selbst bezifferte die Erfolgschance auf 50 Prozent. Parallel stimmten allerdings auch die Leistungen in der Schule.  

Hieß: Neue Konflikte mit den Eltern, aber auch mit sich selbst. Welche Zukunft soll sie opfern? Denn das eine schließt in Afrika das andere leider immer noch aus. 

Heute ist sie ohne Frage die erfolgreichste Fußballerin des afrikanischen Kontinents, der weibliche Superstar. Wird auf der Straße erkannt, und das nicht nur in der Heimat Nigeria. Auf Instagram folgen ihr über 400.000 Fans.

Sie ist dreimalige Fußballerin des Jahres in Afrika. Ein Vorbild für eine ganze Generation eines ganzen Kontinents. "Sie ist eine der interessantesten Stürmerinnen überhaupt derzeit", sagte der damalige Bayern-Trainer Thomas Wörle vor dem Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona. Dort spielt sie seit dem vergangenen Winter, nach Stationen beim FC Liverpool, FC Arsenal und Dalian Quanjian in China. 

Pfeilschnell ist die 24-Jährige, dazu mit ihren 1,73 Meter wendig, athletisch, torgefährlich. 

Die Super Falcons haben bislang – als einziges Team aus Afrika – immer die Endrunde erreicht. Nur einmal – 1999 – schafften sie es in die K.o.-Runde. 

 

Jetzt, 20 Jahre später, kann es mehr werden: Bei diesem Wunsch ruhen die Hoffnungen im Achtelfinale die deutsche Nationalmannschaft natürlich vor allem auf Oshoala. Sie ist auch mental mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet. "Ich spüre nie Druck, weil ich liebe, was ich tue", sagt sie. Schließlich hatte sie sich auch deshalb über das Verbot ihrer Eltern hinweggesetzt.

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