Voss-Tecklenburg trifft mit ihrer Mannschaft auf Nigeria - Bildquelle: AFPSIDPHILIPPE HUGUENVoss-Tecklenburg trifft mit ihrer Mannschaft auf Nigeria © AFPSIDPHILIPPE HUGUEN

Montpellier - Aufatmen bei den deutschen Fußballerinnen: Im Achtelfinale der WM in Frankreich trifft die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg auf Nigeria - und nicht auf Mitfavorit Brasilien. Erst spät am Donnerstagabend stand der Gegner fest, nach einer Zitterpartie, die leicht auch hätte anders ausgehen können.

Chile brauchte gegen Thailand einen Sieg mit drei Toren Unterschied, um Nigeria den Platz in der K.o.-Runde abzujagen. Beim 2:0 (0:0) trafen die Südamerikanerinnen zusätzlich noch dreimal die Latte, einmal bei einem Foulelfmeter in der 86. Minute.

Aufgrund des komplizierten Modus wäre bei einem chilenischen Sieg mit drei Toren Unterschied Brasilien der deutsche Gegner gewesen. Nun spielt Deutschland am Samstag (17.30 Uhr) in Grenoble gegen Nigeria. Alle sieben bisherigen Duelle gewann der zweimalige Weltmeister.

Brasilien bekommt es als Dritter der Gruppe C mit Gastgeber Frankreich zu tun. Top-Favorit USA spielt nach dem 2:0 (1:0) gegen Schweden, dem dritten Sieg im dritten Spiel (18:0 Tore) gegen Spanien. Die Schwedinnen treffen auf Kanada. Die übrigen Partien der Runde der besten 16 Teams bestreiten Niederlande und Japan, Norwegen und Australien, Italien und China sowie England und Kamerun.

Der dreimalige Weltmeister USA stellte mit 18 erzielten Toren einen Rekord für eine WM-Vorrunde auf. Gegen Schweden trafen Lindsey Michelle Horan (4.) und Tobin Heath (50.). Zuvor hatte der Titelverteidiger gegen Thailand 13:0 (WM-Rekord) und mit einer B-Elf gegen Chile 3:0 gewonnen.

Am Donnerstagnachmittag hatte Kamerun durch einen Last-Minute-Sieg das Achtelfinale erreicht. Die Afrikanerinnen gewannen ihr abschließendes Spiel gegen Neuseeland 2:1 (0:0) und stehen mit drei Punkten zum zweiten Mal in Folge in der K.o.-Runde. Gruppensieger wurde die Niederlande durch ein 2:1 (0:0) gegen Kanada.

In Montpellier erzielte Kamerun die Treffer auf beiden Seiten. Zuerst brachte Ajara Nchout (57.) die Afrikanerinnen auf die Siegerstraße, dann unterlief Aurelle Awona (80.) ein Eigentor. In der Nachspielzeit rettete erneut Nchout (90.+5) die Kamerunerinnen. Die niederländische Führung in Reims durch Anouk Dekker (54.) egalisierte Kanadas Kapitänin Christine Sinclair (60.). Zum Sieg für Oranje traf die eingewechselte Lineth Beerensteyn von Bayern München (75.).

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