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München - In der Gruppenphase der Frauenfußball-WM in Frankreich sorgte eine neue Regel für Ärger bei Elfmetern. Im Fokus standen sogenannte Fußfehler der Torhüterinnen.

Die neu eingeführte Regel besagt, dass die Torhüterinnen während eines Elfmeters zumindest mit einem Bein auf der Linie stehen müssen. Drei Mal musste deshalb bislang nach Eingreifen des Video-Schiedsrichters ein Strafstoß bei der WM-Endrunde wiederholt werden und zudem wurden die Torhüterinnen obendrein auch noch mit der Gelben Karte verwarnt. 

Ab dem Achtelfinal: FIFA-Regel wird ausgesetzt

Nun hat sich die FIFA in Rücksprache mit den internationalen Regel-Hütern "IFAB" zu einer kurzfristigen Anpassung dieser Elfmeter-Regelung entschlossen - allerdings mit einer klaren Einschränkung! 

So wird die Regel auch ab dem Achtelfinale weiterhin ganz normal umgesetzt. Aber: In einem möglichen Elfmeterschießen würde ein Fußfehler nicht mehr zu einer Verwarnung führen, da man sonst wohl zu schnell die Gefahr hätte, dass eine Torhüterin bei wiederholtem Fehlverhalten mit Gelb-Rot vom Platz und so eine Feldspielerin zwischen die Pfosten müsste. So wird bei einem Fußfehler im Elfmeterschießen dieser weiterhin wiederholt, aber nicht - wie in den 90 bzw. 120 (Verlängerung) Minuten - zusätzlich auch noch mit einer Gelben Karte bestraft. 

Die deutsche Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg findet die Elfmeter-Regelung weiterhin nicht gut umgesetzt - ganz im Gegenteil. "Ich finde sie doof. Demnächst können wir der Torhüterin die Beine anbinden, und dann kann sie sich gar nicht mehr bewegen. Das macht den Fußball noch komplizierter", sagte sie der "Bild".

Elfmeter-Regelung ab 2019/20 auch in der Bundesliga

Ab der nächsten Saison wird diese Elfmeter-Regelung laut "Bild" auch in der Fußball-Bundesliga zur Anwendung kommen. Über eine ähnlich enge Auslegung, wie zuletzt bei der Frauenfußball-WM, müsse man sich aber laut einem Experten wohl keine allzu großen Sorgen machen.

"Da brauchen wir keine Angst zu haben. Die Schiedsrichter haben so viel Rückgrat und Standing. Das haben sie bisher ja auch nicht gemacht. Vorher musstest du mit beiden Beinen auf der Linie bleiben, die neue Regel ist ja sogar eine Abstufung", erklärte der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer in der "Bild".

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