Die Russinnen wurden vor Sex mit Ausländern gewarnt - Bildquelle: AFPSIDMLADEN ANTONOVDie Russinnen wurden vor Sex mit Ausländern gewarnt © AFPSIDMLADEN ANTONOV

Moskau - Wenige Stunden vor dem Auftaktspiel der Fußball-WM in Russland hat sich der Kreml von rassistischen Aussagen der Duma-Abgeordneten Tamara Pletnewa distanziert.

Die 70-Jährige, Vorsitzende des Familienausschusses im Parlament, hatte russische Frauen davor gewarnt, sich während der Weltmeisterschaft sexuell mit Ausländern einzulassen, erst recht, wenn diese eine andere Hautfarbe haben.

Putins Sprecher: "Die besten Frauen der Welt"

"Junge Frauen könnten jemanden kennenlernen und schwanger werden. Ich hoffe, das passiert nicht", sagte Pletnewa. Dmitri Peskow, Sprecher des Präsidenten Wladimir Putin, wies darauf hin, dass die Angelegenheit nicht zu den Aufgaben des Kreml gehöre. Außerdem können die Russinnen "selbst für sich entscheiden. Sie sind die besten Frauen der Welt".

Pletnewa hatte an die Olympischen Spiele von 1980 in Moskau erinnert. Danach hätten zahlreiche Russinnen Kinder von Ausländern zur Welt gebracht. Diese seien teilweise von "anderer Rasse gewesen". Die Russinnen sollten "ihre eigenen Kinder zur Welt bringen", forderte die kommunistische Abgeordnete. Pletnewa gab vor, sich um das Wohl der Kinder zu sorgen. "Ich bin keine Nationalistin", sagte sie.

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