Rummenigge unterstützt Klub-WM - Kritik an Infantino - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDRummenigge unterstützt Klub-WM - Kritik an Infantino © PIXATHLONPIXATHLONSID

Frankfurt/Main - Bayern Münchens Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat sich überraschend positiv über die umstrittene Reform der Klub-WM geäußert und sich damit gegen die Europäische Fußball-Union (UEFA) und die Europäische Klubvereinigung ECA gestellt. "Die bisherige Klub-WM jedes Jahr im Dezember ist ein Nonsens-Wettbewerb. Ich verstehe die FIFA, dass dieser Wettbewerb jetzt reformiert werden soll", sagte Rummenigge der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.  

Am Freitag hatte das Council des Weltverbandes FIFA die Reform der Klub-WM ab 2021 abgesegnet. Die UEFA-Vertreter stimmten mit Unterstützung der ECA dagegen. 

Rummenigge kritisiert Vorgehen der FIFA

Allerdings übte der langjährige ECA-Chef Rummenigge Kritik an der Verhandlungsführung von FIFA-Boss Gianni Infantino. "Ich denke, Gianni Infantino hat verpasst, sich im Vorfeld der Entscheidung auch mit der ECA und insbesondere Andrea Agnelli als Vorsitzender der ECA abzustimmen. Das führt dann schon mal zu einer Abwehrhaltung in der Öffentlichkeit", betonte Rummenigge. Er bedaure das, "und es gefällt mir nicht, dass zwischen FIFA, UEFA und der ECA in dieser Sache kein positiver Diskussionsfaden besteht. Das gilt es zu korrigieren", äußerte der ehemalige Nationalmannschaftskapitän.

Der Bayern-Boss sprach sich bei der Einnahmeverteilung des neuen Wettbewerbs für das Solidaritätsprinzip aus, will die Gelder allerdings unter den Ligen verteilen. "Solidaritätszahlungen sind unabdingbar und wichtig. Ich habe aber gehört, dass diese vorgesehenen Zuwendungen an die Nationalverbände gehen sollen. Das halte ich nicht für gegeben. Die Solidaritätszahlungen müssen an die Ligen und deren Vereine ausgeschüttet werden, das liegt doch auf der Hand. Schließlich ist es ein Wettbewerb, der von Vereinen gespielt wird", sagte der 63-Jährige. 

Rummenigge fordert bessere Kommunikation

Rummenigge sprach sich für die weiteren Diskussionen dafür aus, dass die FIFA die Stakeholder wie ECA (Klubs), FIFpro (Spieler) und die WLF (Ligen) mit deren Präsident Christian Seifert von der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu den anstehenden Entscheidungen seriös mit einbeziehen sollte. "Und da die Mehrzahl der Teilnehmer europäische Klubs sind, muss ein Konsens zwischen FIFA und UEFA gefunden werden. Nur so wird man Streitereien verhindern können", sinnierte Rummenigge.

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