München - Zum ersten Mal in der Geschichte wird eine FIFA Fußball-Weltmeisterschaft im Winter ausgetragen.

Am 20. November begann die WM 2022 in Katar und bis zum 18. Dezember wird der neue Weltmeister und damit Nachfolger von Titelverteidiger Frankreich ermittelt. 

Die deutsche Nationalmannschaft traf in der Vorrunde der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft auf Japan (21. November), Spanien (27. November) und Costa Rica (1. Dezember). Mit vier Punkten schied die DFB-Auswahl aus.

ran zeigt euch im Ticker die neuesten News und Infos rund um die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

+++ Update 07. Dezember, 16:50 Uhr: WM für Schiedsrichter Daniel Siebert vorbei - noch ein Deutscher dabei +++

Nach der deutschen Nationalmannschaft muss auch Schiedsrichter Daniel Siebert seine Hoffnungen auf weitere Einsätze bei der WM begraben. Wie der 38-Jährige der "Bild" mitteilte, wurde er am Mittwoch von der FIFA informiert, dass er kein weiteres Spiel im Turnier pfeifen werde.

"Das Turnier ist zu Ende für mich. Ich habe mein sportliches Ziel mit zwei Spielen bei dieser WM erreicht", zitiert die "Bild" den Unparteiischen: "Ich bedanke mich bei allen, die mir diese besondere Turnier-Erfahrung ermöglicht haben. Das positive Feedback lassen mich optimistisch in die Zukunft blicken. Jetzt freue ich mich aber erst mal auf meine Familie und den gemeinsamen Urlaub!"

Siebert kam in der Gruppenphase der WM in zwei Partien zum Einsatz. Er leitete die Spiele Australien gegen Tunesien (1:0) und Uruguay gegen Ghana (2:0) und verteilte insgesamt zehn Gelbe Karten. Nach dem Schlusspfiff des Uruguay-Spiels kritisierten einige Spieler der wegen der schlechteren Tordifferenz ausgeschiedenen Südamerikaner Siebert, der ihnen zwei geforderte Elfmeter verweigert hatte. Laut "Bild" habe Siebert aus Schiedsrichterkreisen Unterstützung für seine Spielleitung erhalten. Die strittigen Szenen seien nicht der Grund für die FIFA-Entscheidung gegen Siebert gewesen.

Nach dem WM-Aus des DFB-Teams und von Schiedsrichter Siebert ist nur noch ein Deutscher im Turnier vertreten: Bastian Dankert bleibt als Video-Schiedsrichter (VAR) im Einsatz.

+++ Update 07. Dezember, 11:30 Uhr: Belgien-Star Eden Hazard hört auf +++

Wie Eden Hazard über seinen Instagram-Kanal verlauten lässt, beendet der 31-Jährige seine Karriere in der belgischen Nationalmannschaft. Nach 126 Länderspielen und 33 Toren ist Schluss. 

Damit legt der Offensivspieler seinen Fokus auf die Vereinskarriere bei Real Madrid. Seinen ersten großen Einsatz feierte Hazard für Belgien bei der Europameisterschaft in 2008.

+++ Update 07. Dezember, 08:56 Uhr: Schweizer Spieler kritisieren Trainer Yakin +++

Nach dem blamablen 1:6 im WM-Achtelfinale gegen Portugal war die Schweiz bitter enttäuscht. Trainer Murat Yakin stellte die Formation um und ersetzte den nicht verfügbaren Silvan Widmer mit Edimilson Fernandes, einem zentralen Mittelfeldspieler, auf der rechten Seite.

Das kam bei einigen Spielern offenbar nicht gut an. "Es war die Entscheidung des Trainers, umzustellen. Wir sind Profis und müssen damit umgehen", sagte Xherdan Shaqiri.

Noch härter ins Gericht ging Stürmer Haris Seferovic. "Der Trainer ist der Trainer, er macht die Taktik und entscheidet. Wir haben 1:6 verloren, ich denke, das sagt alles." Yakins Vertrag beim Schweizer Verband läuft noch bis nach der EM 2024 in Deutschland.

WM 2022 live: Das Wichtigste vom Vortag

Gavi startet für Spanien - nur Pele war jünger

Bei den Spaniern lief mit Gavi ein Teenager auf. Damit ist er der jüngste Spieler seit Pele bei der WM 1958, der in einem Achtelfinale in der Startelf steht. Pele war damals 17 Jahre und 249 Tage. 

Human Rights Watch erhöht Druck in Entschädigungs-Debatte

In der Debatte um einen Entschädigungsfonds der FIFA für Arbeitsmigranten in Katar hat Human Rights Watch (HRW) noch einmal den Druck erhöht. "Es haben sich weder Katar noch die FIFA bewegt", sagte Deutschland-Direktor Wenzel Michalski dem "SID": "Da muss was passieren. Sonst wird die WM wirklich zur WM der Schande, die auf dem Rücken der ausgebeuteten Arbeiter entstanden ist."

Seit Mai fordern Menschenrechtler die Einrichtung eines Fonds in Höhe von 440 Millionen Dollar für Arbeitsmigranten, die bei den Vorbereitungen auf die Fußball-WM ausgebeutet und verletzt wurden oder dabei ums Leben gekommen sind. Auch nach über der Hälfte des Turniers ist eine Umsetzung der Forderung von HRW, Amnesty International und anderen Organisationen weiter nicht in Sicht. 

Michalski sieht daher auch den Deutschen Fußball-Bund (DFB), der sich in Person von Präsident Bernd Neuendorf dem Ruf nach Entschädigungen vor Turnierbeginn angeschlossen hatte, in der Pflicht. Er erwarte auch nach dem WM-Ausscheiden und der Abreise aus Katar, "dass sie sich weiterhin dafür einsetzen, damit der Entschädigungsfonds wenigstens nach der WM eingerichtet wird", sagte Michalski.

Jene Verbände, "die vorher schon gesagt haben, sie unterstützen einen Wiedergutmachungsfonds, sollten sich zusammenschließen und massiven Druck auf die FIFA ausüben", forderte der Menschenrechtsexperte, der zugleich Kritik an den Verbänden äußerte: "Sie hatten eine Aufgabe - und zwar, den Wiedergutmachungsfonds zu unterstützen und durchzusetzen. Das hat keiner gemacht."

FIFA-Botschafter rastet aus! Eto'o tritt Influencer

Kameruns Fußball-Ikone Samuel Eto'o ist bei der WM in Katar aufgrund eines Wutausbruchs negativ aufgefallen. Der frühere Starstürmer, mittlerweile Verbandspräsident seines Heimatlandes und FIFA-Botschafter, trat einem Mann am Montagabend vor dem Stadion 974 in Doha ins Gesicht, wie auf einem bei Twitter veröffentlichten Video eines Journalisten der Zeitung La Opinion zu sehen ist.

Der Vorfall ereignete sich nach dem Achtelfinale zwischen Brasilien und Südkorea (4:1). Zunächst stand Eto'o für Selfies mit Fans bereit, bevor er einen Mann verfolgte, der ihn mit der Kamera filmte. Andere Personen versuchten noch, den 41-Jährigen zurückzuhalten. Eto'o riss sich los und trat auf den Mann, ein Youtuber aus Algerien, ein.

Nach Informationen des algerischen Fußball-Portals DZ foot soll der Youtuber den ehemaligen Angreifer zum umstrittenen Schiedsrichter Bakary Gassama befragt haben, der das WM-Play-Off zwischen Algerien und Kamerun (1:2) geleitet hatte. In der Partie hatten die Kameruner durch einen Treffer in der letzten Minute das Ticket für Katar gelöst.

Der Influencer kündigte in einem Video auf seinem YouTube-Kanal an, Eto'o bei der örtlichen Polizei anzuzeigen.

Sterling: WM-Rückkehr nur, wenn Familie sicher ist

Raheem Sterling, der zuletzt das englische WM-Quartier verließ, um zu seiner Familie nach London zu reisen, ließ offen, ob er noch mal nach Katar zurückkehren werde.

"Ich werde nicht zur WM zurückkehren, solange meine Familie nicht sicher ist", wird der Star von Chelsea in der "Sun" zitiert. 

Während Sterling bei der WM-Endrunde in Katar mit den "Three Lions" um den Titel kämpfte, wurde seine Familie in London von Einbrechern überrascht, bedroht und ausgeraubt.

Die Einbrecher sollen Schmuck und Uhren im Wert von rund 350.000 Euro aus dem Haus von Sterling geraubt haben. 

Neymar bedankt sich bei den Fans für ihre "Liebe"

Nach seinem Comeback nach einer Knöchelverletzung hat Brasiliens Superstar Neymar den Fans für ihre Unterstützung gedankt. "Ich habe nur Worte des Dankes für all die Liebe, die sie mir geschenkt haben", sagte der 30-Jährige nach dem 4:1 (4:0) im WM-Achtelfinale des Rekordweltmeisters gegen Südkorea.

"Ich hatte Angst, dass ich nicht mehr bei der WM spielen könnte", berichtete der Stürmer von Paris St. Germain, "als ich all die Nachrichten gelesen habe, war das sehr gut für mich." Er wolle sich durch seine Leistung bei den Fans bedanken, sagte Neymar, er werde alles tun, "um unser Ziel zu erreichen. Das ist unsere Mission, unser Traum." 

Nach 20 Jahren will die Selecao endlich den sechsten WM-Titel gewinnen. "Alles läuft gut", sagte Neymar, "ich bin sicher, dass wir am Ende gewinnen werden." Bei seiner Rückkehr nach zwei Spielen Zwangspause erzielte er das 2:0 per Foulelfmeter und leitete einen weiteren Treffer ein.

Südkorea-Coach Bento tritt zurück

Nach dem Aus im WM-Achtelfinale hat Trainer Paulo Bento seinen Abschied von der südkoreanischen Nationalmannschaft verkündet. "Meine Zukunft wird nicht in Südkorea sein, ich mache eine Pause", sagte der 53-Jährige nach dem 1:4 (0:4) gegen den Rekordweltmeister Brasilien: "Ich habe den Spielern und dem Verbandspräsidenten das gerade gesagt. Es ist eine Entscheidung, die ich schon im September gefällt habe."

Der Portugiese hatte 2018 den zweimaligen Asienmeister übernommen und in Katar erst zum dritten Mal in der WM-Geschichte ins Achtelfinale geführt. Sein Vertrag läuft zum Jahresende aus. "Ich danke den Spielern für alles, was wie geleistet haben", sagte er weiter, "ich bin stolz, ihr Trainer gewesen zu sein."

Alle Spieler eingesetzt - Brasilien stellt WM-Rekord auf

Der brasilianische Trainer Tite hat schon nach dem Achtelfinale alle 26 Spieler seines WM-Kaders eingesetzt. Damit stellte die Selecao einen WM-Rekord auf, noch nie zuvor wurden während einer WM-Endrunde so viele unterschiedliche Spieler eingesetzt. 

Beim 4:1-Sieg im Achtelfinale gegen Japan wechselte Tite für die Schlussphase sogar den dritten Torhüter Weverton ein. 

Luis Enrique spendet Einnahmen von "Twitch"-Stream

Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique, der sich während der Weltmeisterschaft in Katar regelmäßig via eigenem "Twitch"-Stream an die Fans wendet, kündigte an, sämtliche Einnahmen für einen wohltätigen Zweck zu spenden. 

Die Iberer trafen am Dienstag im WM-Achtelfinale auf Marokko.

WM 2022: Übertragungen - Wo läuft die WM heute live?

16:00 Uhr: Marokko vs. Spanien - im LIVETICKER auf ran.de und live in der ARD 

20:00 Uhr: Portugal vs. Schweiz - im LIVETICKER auf ran.de und live in der ARD 

Wie sind die Anstoßzeiten bei der WM 2022 in Katar?

Die Achtelfinals starten um 16:00 Uhr und um 20:00 Uhr - zur gleichen Zeit werden auch die Viertelfinals angepfiffen. Die zwei Halbfinals finden um 20:00 Uhr statt und das Finale um 16:00 Uhr.

Wo kann ich die WM 2022 sehen - wo wird die Weltmeisterschaft heute übertragen?

MagentaTV überträgt alle 64 Spiele der Weltmeisterschaft live - davon insgesamt 16 Spiele exklusiv. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF übertragen insgesamt 48 Spiele. Darin enthalten sind sowohl alle Spiele des DFB-Teams sowie die Halbfinals und das Endspiel.

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WM 2022: Wie sehen die Viertelfinals bei der WM 2022 aus?

Am 9. und 10. Dezember finden die Viertelfinals der WM 2022 statt. Hier geht es zum Spielplan.

Die Viertelfinals im Überblick:

9. Dezember:

16:00 Uhr: Kroatien vs. Brasilien - im Liveticker

20:00 Uhr: Niederlande vs. Argentinien - im Liveticker

10. Dezember:

16:00 Uhr: Marokko vs. Portugal - im Liveticker

20:00 Uhr: England vs. Frankreich - im Liveticker


In welchen Stadien findet die WM 2022 statt?

Bei der WM 2022 wird in acht Stadien gespielt, wobei vier davon in der Hauptstadt Doha stehen. Dabei wurden die Stadien komplett neu gebaut. Die meisten Stadien sollen nach der WM für gesellschaftliche Zwecke genutzt werden und nur einige für den Sport. Das größte Stadion ist das Lusail Iconic Stadion, welches mit 80.000 Plätzen auch das WM-Finale austragen wird. Die weiteren Stadien bieten Platz für 40.000 bis 60.000 Zuschauer.

Das sind die WM-Stadien 2022 Überblick:

Al-Bayt Stadium
Kapazität: 60.000 -Standort: Al-Khor - Fertigstellung: Neubau, Eröffnung 2020
Al-Rayyan Stadium
Kapazität: 40.000 - Standort: Al-Rayyan -Fertigstellung: Umbau, Wiedereröffnung 2019

Al-Thumama Stadium
Kapazität: 40.000 - Standort: Doha - Fertigstellung: Neubau, Eröffnung 2020

Al-Wakrah Stadium
Kapazität: 40.000 - Standort: Doha - Fertigstellung: Neubau, Eröffnung 2019

Khalifa International Stadium
Kapazität: 40.000 - Standort: Al-Rayyan - Fertigstellung: Umbau, Wiedereröffnung 2017

Ras Abu Aboud Stadium
Kapazität: 40.000 - Standort: Doha - Fertigstellung: Neubau, Eröffnung 2020

Qatar Foundation Stadium
Kapazität: 40.000 - Standort: Al-Rayyan - Fertigstellung: Neubau, Eröffnung 2020


Wann findet das WM-Finale in Katar statt?

Am 18. Dezember wird das Finale bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar ausgetragen. Anpfiff ist um 16 Uhr im Lusail Iconic Stadium.


Warum ist die WM 2022 im Winter?

Ursprünglich sollte die WM 2022 wie jede andere Weltmeisterschaft im Sommer ausgetragen werden. Durch die hohen Temperaturen im Gastgeberland Katar entschied die FIFA sich, dass die WM 2022 erstmals im Winter stattfindet. 


WM 2022 Katar

WM 2022 Achtelfinale

  • 03.12.2022
    - 06.12.2022
    1/8 Finale Weltmeisterschaft 2022

06.12.2022

WM News