Klaus Glahn (rechts außen) gewinnt 1964 in Tokio Bronze - Bildquelle: AFP/SID/Klaus Glahn (rechts außen) gewinnt 1964 in Tokio Bronze © AFP/SID/

Köln (SID) - Olympiasieger war Klaus Glahn nie, auch beim Griff nach WM-Gold scheiterte er dreimal knapp. Dennoch trat das Kraftpaket aus Niedersachsen 1973 bei seinem Karriereende als deutsches Judo-Denkmal ab. Am Mittwoch wird der Europameister, dreimalige Vizeweltmeister und 17-malige deutsche Meister 80 Jahre alt. 

"Lieber viele Techniken gut beherrschen als ein oder zwei brillant. Dann hat man auf alles eine Antwort und ist nicht so leicht auszurechnen", lautete das Credo Glahns, der zu den vielseitigsten Kämpfern seiner Zeit gehörte. Mit seinen 103 kg Kampfgewicht bei 1,87 m Größe nahm er es in den 60er Jahren vorzugsweise in der offenen Klasse mit Gegnern aller Art auf und verschaffte sich auch im Judo-Mutterland Japan Respekt.

1964 holte Glahn im legendären Budokan von Tokio Olympia-Bronze, was ein wenig unterging, da der Niederländer Anton Geesink den Japanern sensationell Gold wegschnappte. Acht Jahre später scheiterte Glahn in München erst im Finale und holte Silber - wie auch bei drei Weltmeisterschaften. 

Dem deutschen Judo blieb er auch nach seiner Karriere lange erhalten, war Bundestrainer und Verbandspräsident. 2019 wurde Glahn der 9. Dan verliehen, während der WM im Budokan - 55 Jahre nach Olympia schloss sich ein Kreis.

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