Johannes Frey holte beim Grand Slam in Düsseldorf Silber - Bildquelle: AFPSIDMARTIN OUELLET-DIOTTEJohannes Frey holte beim Grand Slam in Düsseldorf Silber © AFPSIDMARTIN OUELLET-DIOTTE

Düsseldorf - Judoka Johannes Frey hat zum Abschluss des Grand-Slam-Turniers in Düsseldorf einen Heimsieg nur knapp verpasst. Der Düsseldorfer Lokalmatador unterlag im Finale der Gewichtsklasse über 100 kg Ex-Weltmeister Guram Tuschischwili aus Georgien durch Ippon, feierte aber dennoch den größten Erfolg seiner Karriere. Zuvor hatte der 23-Jährige einen fünften Platz als bestes Grand-Slam-Resultat auf dem Konto.

 

Anna Maria Wagner (Ravensburg) holte mit Bronze in der Klasse bis 78 kg eine weitere Medaille beim höchstklassigen Turnier auf deutschem Boden, wichtigster Härtetest gut fünf Monate vor den Olympischen Spielen in Tokio (24. Juli bis 9. August). Die frühere EM-Dritte besiegte im Kampf um Platz drei die Kubanerin Anatomarchi, WM-Dritte von 2017.

Am Samstag hatte Giovanna Scoccimarro (Vorsfelde) mit Bronze in der Klasse bis 70 kg die erste Medaille für das deutsche Team gewonnen. Die Vize-Europameisterin von 2017 setzte sich im kleinen Finale der Klasse bis 70 kg gegen die frühere WM-Dritte Kim Seong Yeon durch und holte wichtige Olympia-Qualifikationspunkte. 

Verabschiedung von Laura Vargas

Im Rahmen des Grand Slams wurde Laura Vargas Koch verabschiedet. Die 29 Jahre alte Berlinerin, die bei den Olympischen Spielen 2016 mit Bronze die einzige Medaille für die deutschen Mattenkämpfer geholt hatte, beendete nach ihrem zweiten Kreuzbandriss ihre Karriere.

Ex-Weltmeister Saeid Mollaei verpasste in Düsseldorf derweil seine erste Grand-Slam-Medaille für seine neue sportliche Heimat Mongolei und wurde Siebter in der Klasse bis 81 kg. Der gebürtige Iraner hatte bei der WM 2019 in Budapest auf Druck seines damaligen Landesverbandes im Halbfinale verloren, um im Kampf um Gold nicht gegen den Israeli Sagi Muki antreten zu müssen.

Der Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt, Irans Verband wurde vom Weltverband ausgeschlossen. Mollaei, dessen Familie bedroht wurde, suchte Asyl in Deutschland. Im Dezember bürgerte die Mongolei Mollaei, der bis dahin für das Flüchtlingsteam des Weltverbandes IJF angetreten war, ein.

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